Der Kölner Stadtrat hat den ehemaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) am späten Donnerstagabend in den Aufsichtsrat der Kölner Messegesellschaft gewählt.
Zuvor hatte eine Initiative vor dem Rathaus gegen die Wahl Schrammas demonstriert, weil sie ihm eine Mitschuld an der Kölner Messeaffäre anlastet. Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass die Stadt Köln zu Unrecht auf eine Ausschreibung des Baus neuer Messehallen verzichtet habe.
Schramma erhielt bei der Wahl eine breite Mehrheit der Stimmen. Die meisten Fraktionen hatten sich zuvor darauf geeinigt, die Vorschlagslisten gegenseitig zu unterstützen und es dabei den
einzelnen Parteien zu überlassen, wen sie als Kandidaten benennen.
Der Vorsitzende des Innenausschusses im Deutschen Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), konnte unterdessen nicht wie geplant zum Mitglied des Verwaltungsrats der Sparkasse Köln-Bonn gewählt werden. Eine entsprechende Nominierung zog die CDU zurück, weil Bosbach nicht in Köln wohnt, was nach der Satzung der Sparkasse für eine Wahl nötig gewesen wäre.
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