Empfehlen | Drucken | Kontakt14.08.2011 - 14:11 Uhr

Scheckkartenformat: Keiner will den neuen „Perso“

Robert Haiss
Robert Haiss
Foto: Wand Michael
Köln –  

Der neue Personalausweis – modern im Scheckkartenformat mit Daten-Chip: Ab Dienstag löst er das alte Modell ab und kann in den städtischen Kundenzentren beantragt werden. Bei den Bürgern kommt „der Neue“ aber offenbar nicht gut an.

„Bei uns gibt es momentan eine verstärkte Nachfrage nach den bisherigen Personalausweisen“, sagt Dr. Ulrich Höver, Bürgeramtsleiter Innenstadt.

Der Neue
Der Alte

Mit Hilfe des neuen Chips und einem speziellen Lesegerät und zusätzlicher PIN-Nummer ist die Identifikation im elektronischen Daten- und Geschäftsverkehr möglich. Dazu braucht man die Gratis-Software AusweisApp.

Online-Identifikation per Mausklick war bisher nicht möglich. Persönliche Daten mussten von Hand in den Rechner getippt werden. Der bisherige Perso hat keinen Chip, auf dem die Daten gespeichert wurden.

EXPRESS hörte sich im Kundenzentrum Innenstadt um. Was die meisten Menschen stört: der höhere Preis. 28,80 Euro muss der Bürger nun für einen „Perso“ berappen. Der alte Ausweis kostete nur acht Euro.

„Wir leben in einem Land mit Ausweispflicht. Das ist keine freiwillige Anschaffung. Und da dann so viel mehr Geld zu verlangen, finde ich nicht richtig“, sagt Christine Schneider. Und Ina Elbracht ergänzt: „Wenn ich den höheren Preis nochmal zehn Jahre aufschieben kann, will ich das tun und beantrage noch einmal den alten.“

20 Euro Ersparnis sind auch für Hartmut Pflanz ein Grund. „Der neue Ausweis ist einfach zu teuer“, sagt er. Robert Haiss stört, „dass auf dem Chip so viele Daten gespeichert werden. Ich will mit dem Ausweis ja gar nicht viel machen. Aber andere können damit viel Unsinn machen.“

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