Sie ist eine der ältesten Kirchen Kölns und nach dem Dom die wichtigste: St. Maria im Kapitol. Die 690 n. Chr. erbaute Kirche steht direkt an der U-Bahn-Baugrube Heumarkt. Die U-Bahn-Baufirmen um den Milliarden-Konzern Bilfinger Berger sagen zwar: „Der Heumarkt ist sicher!“ Aber das Kirchengemäuer leidet.
Im Kreuzgang gibt es einen tiefen Riss im Gemäuer. Bodenfliesen sind geplatzt. Hausverwalter Heinrich Michel bestätigte EXPRESS-Informationen, wonach er kürzlich für 60.000 Euro Türen und Fenster in 100 Wohnungen des Kirchenkomplexes richten lassen musste: Sie schlossen nicht mehr.
Zwar ist die U-Bahn-Baugrube durch die Betonage einer Zwischendecke gegen Hochwasser geschützt. Dennoch fühlen sich viele Bewohner der angrenzenden Häuser unsicher: „Ich spüre Vibrationen, die von unten kommen“, sagt Hans-Jürgen Zundel (53). „Die Baustelle macht mir Angst.“
Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD) hat mit den Baufirmen zur Mängelaufnahme eine Begehung des gesamten Komplexes und der Kirche vereinbart. „Die werden dann zügig abgearbeitet“, verspricht er. Dabei geht es auch um abgeplatzte Steine und Dehnungsfugen.
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