Am Dienstagvormittag hat die Staatsanwaltschaft die Büroräume mehrerer Schrotthändler durchsucht. Das bestätigte Staatsanwältin Carolin Breloer gegenüber EXPRESS.
Vorausgegangen war eine anonyme Anzeige, die im Rathaus eingegangen war – und die direkt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurde.
Darin ging es um Schrotthändler, denen der Polier Rolf K. Eisenbügel verkauft haben soll, die eigentlich in die Betonschlitzwände der U-Bahn-Bauten hätten eingebaut werden müssen. Bis zu 83 Prozent der Bügel fehlen etwa am Heumarkt.
„Wir haben drei Firmen im Kölner Raum durchsucht“, so Breloer. „Wir sind sofort nach Eingang der Anzeige tätig geworden, weil wir schnell handeln und Beweismittel sichern wollten.“
Unter anderem wurde eine Firma an der Alfred-Schütte-Allee im Deutzer Hafen durchsucht. „Wir legen Wert darauf, dass wir nicht als Beschuldigte gelten“, sagte ein Sprecher. „Unsere Mitarbeiter haben mit kriminellen Machenschaften nichts zu tun.“
Carolin Breloer bestätigt: „Man kann Durchsuchungen nicht nur bei Beschuldigten, sondern auch bei Zeugen machen.“ Zwei weitere Unternehmen seien durchsucht worden.
Wegen des Eisenbügelklaus und der Fälschung von Baudokumenten wurde Polier Rolf K. von Bilfinger Berger inzwischen gefeuert. Gegen die Kündigung klagt er vor dem Arbeitsgericht.
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