Razzia und neue Enthüllungen zum U-Bahn-Skandal. Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag Kölner Büros der Arbeitsgemeinschaft durchsucht, in der die am U-Bahn-Bau beteiligten Firmen um den Konzern Bilfinger Berger zusammengeschlossen sind.
Es gebe den Verdacht, dass beim Bau der Stützwände „nicht genügend oder sogar keine Verankerungen im Erdreich eingebaut wurden“, bestätigte Oberstaatsanwalt Günter Feld. „Wir haben deshalb zahlreiche Dokumente sichergestellt.“
Der Pfusch-Skandal weitet sich über Köln hinaus aus. Denn der Anlass für die Razzia war ein Zeuge, der am Freitag ausgesagt habe, dass beim Bau der ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse München – Nürnberg Vermessungsprotokolle für die Verankerungen von Betonteilen im Erdreich gefälscht worden seien. Die Trasse wurde – wie die U-Bahn – führend von Bilfinger Berger gebaut.
Bei dem Zeugen handelt es sich nach EXPRESS-Informationen um einen in Köln lebenden früheren Bauleiter von Bilfinger Berger. Er habe die Vermutung geäußert, in Köln sei ähnlich manipuliert worden wie in Bayern.
Die Ermittler haben die KVB daraufhin sofort aufgefordert, zwecks „Gefahrenabwehr“ die U-Bahn-Bauwerke und dabei vor allem den Heumarkrt auch daraufhin zu untersuchen. Zudem habe man die bayerischen Behörden informiert.
Der Baukonzern Bilfinger Berger teilte Freitagabend mit, er werde seine internen Untersuchungen nun ausweiten und auch den Bau der ICE-Trasse München – Nürnberg überprüfen.
In Köln herrschte am Freitag mal wieder Alarmstimmung: Jede einzelne Lamelle der U-Bahn-Schlitzwände hat einen Metall-„Anker“, der von innen nach außen ins Erdreich gejagt wird und dort die Schlitzwand „verankert“, also befestigt. Wurde etwa auch hier noch gepfuscht?
Ein Risiko bestehe nur noch bei den Bauwerken Waidmarkt und Heumarkt, so KVB-Sprecher Franz Wolf Ramien. Am Abend gab er Entwarnung. Der Waidmarkt sei bereits überprüft worden, alles sei in Ordnung. Nach ersten Überprüfungen der Verankerungen am Heumarkt könne auch hier Entwarnung gegeben werden. „Das Bauwerk ist sicher.“
Die anderen Bauwerke seien schon so weit fertiggestellt, dass hier keine Gefahr mehr bestehe. Allerdings sei eine Prüfung wegen des Baufortschritts viel schwieriger.
Dittsches Imbiss-Kumpel oben ohne in Köln
Man kennt ihn als Imbiss-Ingo, der in Dittsches Stammlokal hinter der Theke steht, doch EXPRESS traf den Rheinländer einmal privat. Am Ort hatte sich dabei aber nicht viel geändert.
Stromausfall: Person aus Fahrstuhl gerettet
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Großer Abschied für einen großen Kölner
Hunderte erwiesen Norbert Burger die letzte Ehre. Sechs Rote Funken trugen Burgers Sarg zu seiner letzten Ruhestätte.