Ausnahmezustand rund ums Kölner Stadion. Ein riesiges Polizeiaufgebot hatte alle Mühe, die verfeindeten Fans auseinanderzuhalten.
Einige Male kam es zu kleinen Scharmützeln auf den Vorwiesen. So wurde ein Gladbacher (40) dort von gut einem Dutzend Kölnern traktiert. Neun Hooligans wurden festgenommen, als sie die Bahnen mit Borussia-Fans mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beschossen. Ein Fohlen-Anhänger kam wegen Beamtenbeleidigung in Gewahrsam.
Samstag wurde bekannt: Gladbach-Fans randalierten bereits bei der Anreise in zwei Sonderzügen. Ein Waggon wurde so stark beschädigt, dass er für die Rückreise nicht mehr benutzt werden konnte, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstag in Düsseldorf berichtete.
Nach Angaben der Bundespolizei in Köln sei die Sachbeschädigung in einem Zug „erheblich“, im anderen „leicht“ gewesen. In beiden Zügen sei auf der Anreise außerdem die Notbremse gezogen worden.
In Großen und Ganzen hatten die Ordnungskräfte die Situation aber im Griff, auch wenn die Pyro-Spürhunde am Stadion nicht alle Feuerwerkskörper erschnüffelten und die Gäste in ihrem Block einige Böller zünden konnten.
Die Polizei setzte Reizgas und Hunde ein. Über Verletzte gab es keine Aussagen.
Während des gesamten Einsatzes wurden insgesamt 15 Randalierer in Gewahrsam genommen. Gegen 20 Fans mussten die Beamten Strafanzeigen erstatten, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Körperverletzungsdelikten.
Trotz der Vorfälle zog die Polizei aber im Vergleich zu anderen Derbys eine positive Bilanz des Einsatzes.
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