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Prozess um brutale Attacke: Kölner (26) sagte „Gesundheit!“ – niedergestochen!

Der angeklagte Komplize (17) versteckte sich vor der Kamera.

Der angeklagte Komplize (17) versteckte sich vor der Kamera.

Foto:

Pusch

Köln -

Ein blöder Spruch ging für Eugen D. (26) nicht nur nach hinten los – er bezahlte ihn fast mit dem Leben.

Mitten in der Nacht, am 30. Juni dieses Jahres, traf Eugen am Zülpicher Platz auf das Brüder-Paar Mersat (19) und Adil S. (17, Namen geändert).

Adil musste sich gerade übergeben, da sagte Eugen unbedarft: „Gesundheit.“ Die Brüder fühlten sich provoziert, es kam zu einem Gerangel. Da griff Mersat zu seinem Klappmesser.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Köln stach Mersat seinem Opfer dreimal in den Bauch, zweimal in den Rücken und einmal in die Seite.

„Ich habe nur Schläge wahrgenommen“, erzählt Eugen dem EXPRESS, „erst als meine Kleidung nass wurde, habe ich gemerkt, dass ich gestochen wurde.“

Auch Eugens Begleiter Dimitri (33) wurde schwer verletzt. Bauch, Brustkorb und Lendenwirbel wurden getroffen und der Dünndarm perforiert – ein Stück musste entfernt werden.

Eugen lag 27 Tage im Klinikum Merheim, Dimitri zehn Tage in der Uniklinik. Not-OPs retteten ihr Leben.

„Das war das Schlimmste, was mir je passiert ist“, sagt Eugen, für den der Angriff völlig unvermittelt kam. Die Messer-Opfer sind bis heute in ärztlicher und psychologischer Behandlung. Anwalt Martin Bücher will Schmerzensgeld fordern.

Während Mersat in U-Haft landete, ist sein Bruder Adil auf freiem Fuß. Ihnen wird vor dem Landgericht der Prozess wegen versuchten Totschlags gemacht. Die Höchststrafe: zehn Jahre Jugendknast.