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Prozess in Köln: Pädophiler (36) leitet Kinder-Sportkurse

Der Angeklagte leitet Sportkurse für Kinder.

Der Angeklagte leitet Sportkurse für Kinder.

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imago/Sven Ellger

Köln -

In ihm schlummere ein Monster, er fühle sich wie Jekyll und Hyde. Michael M. (36, Name geändert) saß wegen Besitz und Verbreitens von Kinderpornografie auf der Anklagebank im Kölner Amtsgericht. Ganz heikel: Der Mann leitet als Trainer Sportkurse für Kinder.

Die widerliche Anklage: Im August 2009 hatte Michael M. im Internet eine Bilddatei verbreitet, die ein fünfjähriges Mädchen beim Oralsex mit einem erwachsenen Mann zeigte. Die Polizei ließ daraufhin M.s Wohnung durchsuchen. Auf seinem Laptop fanden die Ermittler 149 Bilder und 15 Videos mit kinderpornografischem Material. Zum Teil waren die Kinder gefesselt, während sich Männer an ihnen vergingen.

Das Verfahren hatte sich hingezogen, weil Experten des Landeskriminalamts die Daten teils entschlüsseln mussten. Beim Prozess gab Michael M. zu, mit Mitte 20 sein Interesse an Kindern entdeckt zu haben. Das Verfahren habe ihn wachgerüttelt, seitdem habe er nichts mehr gemacht. Auch sei er nie übergriffig geworden.

„Für seine Neigung kann mein Mandant nichts“, sagte dessen Anwalt. „Gefährlich“ nannte es der Staatsanwalt, dass der Angeklagte dennoch Sportkurse für Kinder gebe. Am Ende setzte es neun Monate Haft auf Bewährung. Auflage: M. muss eine Therapie machen.