Die Düsseldorfer Versicherung Provinzial Rheinland will der Stadt Köln noch in diesem Jahr 61,5 Millionen Euro für die beschädigten Archivalien des Stadtarchivs überweisen.
Darauf einigten sich die Stadt und die Versicherung – obwohl das Stadtarchiv mit seinen Beständen beim Einsturz nur mit der Maximal-Summe von 60 Millionen Euro versichert war. Dass der jetzt gezahlte Betrag diese Summe übersteigt, sei auf einen vertraglich geregelten Zinsanspruch zurückzuführen, so eine Stadt-Sprecherin am Freitag.
Zusätzlich vereinbarten die Stadt Köln und die Versicherung, den Verursacher des Schadens gemeinsam in Regress zu nehmen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Unglücksursache laufen noch.
Die 61,5 Mio € sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Neueste Schätzungen beziffern den Schaden auf 500 Millionen Euro.
Mit Hilfe eines 22 mal 16 Meter großen, wasserdichten Bergungs- und Besichtigungsbauwerks sollen jetzt die noch im Grundwasser an der Unglücksstelle vermuteten Archivalien (fünf bis zehn Prozent der insgesamt 30 Regalkilometer) geborgen werden. Im Frühjahr nächsten Jahres, so die Hoffnung der Experten, könnte die Bergung abgeschlossen sein.
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