Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Polizei sperrte Zeltstadt: Wirbel um Ebola-Verdacht im Flüchtlingsheim

In der Flüchtlings-Zeltstadt des Landes NRW in Chorweiler hat es einen Einsatz wegen Verdachts auf Ebola gegeben.

In der Flüchtlings-Zeltstadt des Landes NRW in Chorweiler hat es einen Einsatz wegen Verdachts auf Ebola gegeben.

Foto:

Patric Fouad

Köln -

Ebola-Alarm in der Flüchtlings-Zeltstadt in Chorweiler: Wie EXPRESS erfahren hat, hat es dort letztes Wochenende einen Notarzt-Einsatz gegeben. Ein Flüchtling aus Afrika hatte Blut gehustet. Die Polizei sperrte das Lager – keiner durfte rein oder raus.

„Wir erhielten den Anruf, dass es einen Patienten mit Verdacht auf Ebola oder eine offene TBC im Camp geben könnte. Darauf wurden Notarzt und Sanitäter nach Chorweiler geschickt, die noch vor Ort aber schnell Entwarnung geben konnten.“, so Feuerwehrsprecher Jörg Seemann. Der Verdacht wurde nicht bestätigt: „Der Mann wurde vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht und weiter untersucht, wobei man festgestellt hat, dass er lediglich eine Magen-Darm-Erkrankung hatte.“

Lagerintern gibt es Kritik: Der Mann soll bereits drei Tage lang Blut gehustet haben – dann erst sei der Notarzt verständigt worden.

Kein Arzt sei vor Ort, obwohl dort fast 1000 Flüchtlinge lebten. Medizinische Untersuchungen gebe es für ankommende Flüchtlinge nicht. Kein Isolationszelt für Menschen mit ansteckenden Krankheiten. Kein Helfer habe medizinische Grundkenntnisse, mit Verdachtsfällen umzugehen.

„Die Behauptung, der Patient habe drei Tage lang Blut gehustet, ist schlicht falsch!“, sagt dagegen Dr. Tobias Eilers von der Johanniter Unfallhilfe, die das Zeltlager des Landes NRW betreut. „Und in keiner Notunterkunft ist 24 Stunden am Tag ein Arzt anwesend. Die Sanitätsstation ist montags bis freitags von 9 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr mit Krankenschwestern oder Rettungsassistenten besetzt. Dort werden Flüchtlinge bei der Ankunft untersucht.“

In den übrigen Zeiten gebe es eine Rufbereitschaft, bei Notfällen werde immer der Rettungsdienst alarmiert. Ein Isolationszelt sei zudem nicht vorgeschrieben, könne aber im Bedarfsfall hergerichtet werden.

Unsere Top-Nachrichten – jetzt über WhatsApp

Was? Wann? Wie? Mehr Infos erhalten Sie hier!

Gleich ausprobieren: