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Polizei-Führer berichtet: Meine Nacht mit dem brutalen Mob

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Eine Szene aus der Horror-Nacht: Der Mob vor dem Kölner Wahrzeichen.

Foto:

dpa

Gegenüber EXPRESS schildert jetzt ein weiterer Beamter wichtige Details aus der Kölner Skandalnacht. Er ist ein erfahrener Polizist und war in der Silvesternacht dabei.

Eine zentrale Frage ist nach wie vor: Wer waren die Leute, die den Mob bildeten? Nach übereinstimmenden Aussagen handelte es sich um nordafrikanische und arabische Personen.

Die Trickdiebmasche – in der Silvesternacht verbunden mit den sexuellen Gewalttaten – erinnert tatsächlich an die (nordafrikanische) Antänzer-Szene, die sich in Köln vor zwei Jahren etabliert hat.

„Weinende Frauen, die keinen Slip mehr trugen“

Der Beamte berichtet nun, es habe in der Nacht 15 vorläufige Festnahmen durch seine Gruppe gegeben.

Diese Personen seien „definitiv erst wenige Tage oder Wochen“ in Deutschland gewesen: „Von diesen Personen waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt.“

Ein anderer Beamter hatte dies bereits dem EXPRESS bestätigt (wir berichteten).

„Ich habe junge Frauen weinend neben mir gehabt, die keinen Slip mehr trugen, nachdem die Meute sie ausgespuckt hatte. Das waren Bilder, die mich schockiert haben und die wir erstmal verarbeiten mussten.

Abgesehen davon, dass wir damit beschäftigt waren, uns selbst zu schützen, da wir massiv angegriffen wurden.“

Verwirrung um Albers-Aussage

Die 15 vorläufig Festgenommenen hätten „Aufenthaltsbescheinigungen zur Durchführung des Asylverfahrens“ bei sich gehabt, so der Beamte.

Man habe sogenannte Sammellisten erstellt, auf denen die Personalien der Verdächtigen festgehalten worden seien. Diese seien jetzt unter Verschluss und geheim.

Bedeutet: Die Aussage von Polizeipräsident Wolfgang Albers, man wisse nicht, woher die 1000 Chaoten auf dem Bahnhofsvorplatz herkamen, kann so nicht stimmen.

„Wir haben mit Flüchtlingshelfern gesprochen, die in der Nacht dort die arabischen Personen begleitet haben. Auch Sanitäter und Notärzte können bestätigen, dass es sich zum Teil um Asylbewerber gehandelt hat“, erklärt der Insider weiter.

Polizei bat verzweifelt um weitere Kräfte

Der Beamte wirft die Frage auf, ob im Hintergrund Politik gemacht werde – „aber bitte nicht auf unserem Rücken.“

Er und seine Kollegen prüften derzeit, ob sie mit Hilfe der Polizeigewerkschaft Aufklärung über die Vorgänge in der Nacht und die Rolle des Polizeipräsidenten einfordern sollen.

Zu den Silvester-Ausschreitungen selbst erklärt er weiter, man habe verzweifelt um weitere Kräfte gebeten. Doch die gab es nicht.

„Es wurden Kräfte umgesetzt, aber in der Brühler Unterkunft standen keine weiteren Einheiten der Hundertschaft bereit, weil alle in anderen Städten eingesetzt waren.“

Die Staatsanwaltschaft hat zudem die Leiterin der Abteilung für organisierte Kriminalität mit in das Ermittlerteam aufgenommen: Es lasse sich nicht ausschließen, dass das Geschehen organisierten Täterstrukturen vorweise.

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Zeugen und Opfer melden sich: „Es gab eine Riesen-Schlägerei“

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Am Silvesterabend kam es zu Ausschreitungen und sexuellen Übergriffen am Bahnhof. Zwei Täter sitzen jetzt in Untersuchungshaft. 

Foto:

dpa

Die Redaktion erreichen weiterhin Anrufe von Lesern, die ihre Erlebnisse in der Silvesternacht rund um den Hauptbahnhof erzählen wollen.

Schülerin Sylvia S. (19) berichtet: „Ich kam mit zwei Freundinnen gegen 23.30 Uhr aus dem Hauptbahnhof. Wir wollten zum Rhein, um dort ins neue Jahr zu feiern.

Doch am Haupteingang umringte uns schnell eine Menge aus 25 bis 30 ausländischen Männern, die uns beschimpften. Meine beiden Freundinnen wurden am Hintern betatscht, einer wurde das Handy geklaut.“ 

Doch das Schlimmste sei gewesen: „Da haben in unmittelbarer Nähe Polizeibeamte gestanden. Wir schrien, machten sie auf uns aufmerksam. Doch sie kamen uns nicht zu Hilfe.“ 

Stattdessen hätten die Polizisten etwas von einer Rettungsgasse für einen Krankenwagen erzählt.

„Kein Polizist weit und breit zu sehen“

Helmut H. (65) wollte mit seiner Freundin gegen 2.45 Uhr über die Domplatte zum Bahnhof.

„Doch das ging nicht. Da war eine Schlägerei zwischen 100 bis 150 Ausländern und kein einziger Polizist weit und breit zu sehen.“ Deshalb sei er mit seiner Freundin zurück zum Neumarkt gegangen.

Auch Leserin Maria Flöge-Becker meldet sich beim EXPRESS: „Wir erkannten sofort, dass hier Panik war. Junge Mädchen weinten und auch ältere Personen waren voller Panik“, schildert sie. „Auch wir wurden angerempelt und geschubst.“

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