20 Jahre Kölschrock von Brings: Zum Band-Jubiläum, das am 16. Juli mit dem Stadionkonzert vor 50.000 Zuschauern seinen Höhepunkt findet, stellten sich die fünf Jungs den EXPRESS-Lesern zum Kreuzverhör.
Peter, Stephan, Kai, Harry und Christian ließen sich in der Redaktion mal so richtig auf den Zahn fühlen. So eine Aktion ist wichtig für uns. Wir sind nur durch unsere Fans so groß geworden. Bei dem Treffen können wir uns ihre Kritik anhören und intensiver auf ihre Fragen eingehen“, freute sich Peter.
Offen, ehrlich, nachdenklich: So erlebten die Leser die Band. „Habt ihr Rocker euch nicht verbogen, als ihr in den Karneval eingestiegen seid?“, wollte Herbert Schneider wissen. „Vielleicht“, meinte Peter. „Wir wollten nicht in den Karneval. Aber wir haben
dann an einem Wochenende so viel verdient, wie wir sonst nicht in einem Monat eingespielt hätten. Und was noch wichtig war: Wir haben ein größeres Publikum erreicht – und wir waren erfolgreich.“
Nachdenklich wurde Peter bei der Frage von Beate Sauer, ob er Angst vor einer künstlerischen Blockade habe. „Die Angst hast du immer, damit ist man sehr alleine. Da hilft keiner. Aber wenn mir mal kein Text einfällt, kommen die anderen mit einer Idee. Da muss man ruhig bleiben und ein Kölsch trinken.“
Bammel vor dem Auftritt im Stadion haben Brings übrigens nicht. Früher sei das anders gewesen. „Vor einem Auftritt in der Sporthalle hat Peter vor lauter Lampenfieber in einen Mülleimer gekotzt“, frotzelte Kai Engel. „Stimmt gar nicht. Der Gitarrist von BAP war schuld. Er ist immer mit einer Schnapsflasche hinter mir hergelaufen“, konterte Peter.
Über die Zukunft machen sich die Kölschrocker weniger Gedanken. „Irgendwann gehören wir zum alten Eisen. Vielleicht müsste genau jetzt eine Gruppe kommen, die wie wir Ramba-Zamba auf der Bühne macht“, so Peter. „Wichtig ist, dass der Karneval nicht auf einer Stelle stehen bleibt. Aber noch sind wir ja da.“
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