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Pegida-Demo in Köln: Polizist und Journalist bei Ausschreitungen verletzt

Köln -

Bei einer Demonstration von Rechtsextremen und Pegida-Anhängern ist es am Samstag in Köln zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen.

Hooligans warfen mit Flaschen, Steinen und Böllern

Gewalttätige Hooligans hatten mehrfach Flaschen, Steine und Böller auf Polizisten und Journalisten geworfen.

Bei den gewaltsamen Übergriffen wurden mehrere Polizistinnen und Polizisten sowie nach derzeitigem Kenntnisstand ein Medienvertreter verletzt. Der freie Journalist wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert.

Gegendemo auf dem Breslauer Platz
Auf dem Breslauer Platz. formierten sich die Gegendemonstranten.

Die Polizei hatte schließlich genug und löste die Versammlung mit Hilfe von Wasserwerfern auf. Der ursprünglich geplante Aufzug durch die Stadt durfte nicht mehr stattfinden.

Die Beamten nahmen dabei 15 Menschen fest. Sie werden nun Videos und Fotos vom Einsatzgeschehen auswerten und gegebenenfalls weitere Strafverfahren einleiten.

Pegida hatte nach den massiven Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln zu der Veranstaltung unter dem Motto „Pegida schützt“ aufgerufen.

1.300 Gegendemonstranten kamen nach Köln

Doch die Pegida-Anhänger waren nicht allein: Den etwa 1.700 rechten Demonstranten standen rund 1.300 Teilnehmer einer Gegendemonstration gegenüber. Die Gegenkundgebung stand unter dem Motto „Pegida NRW stoppen! Nein zu rassistischer Hetze! Nein zu sexueller Gewalt!“

Sie forderten, dass Migranten nach den Übergriffen der Silvesternacht nicht pauschal über einen Kamm gezogen werden. Gewalt gegen Frauen sei immer ein Verbrechen, unabhängig davon, wer die Täter seien.

1.000 Frauen protestierten mittags mit Flashmob

Bereits am Mittag hatten sich rund 1.000 Frauen an einem Flashmob „Gegen Männergewalt“ vor dem Kölner Dom beteiligt. Auf ihren Transparenten hieß es unter anderem: „Nein zu Gewalt gegen Frauen - Egal, ob in Köln oder beim Oktoberfest“ sowie „Keine Toleranz gegenüber den Tätern“.

Polizei war mit Großaufgebot im Einsatz

Die Polizei war jedenfalls nicht unvorbereitet im Einsatz: Nach eigenen Angaben waren sie mit einem Großaufgebot von rund 1.700 Beamten, Wasserwerfern, Reiter- und Diensthundestaffeln vor Ort.