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Passanten entsetzt : In Köln-Mülheim: Niemand stoppt die Salafisten

Auf dem Wiener Platz: Erman Oruc (2. v. l.), Ibrahim Abou Nagie (3. v. l.) und Kollegen bei der Verteilaktion.

Auf dem Wiener Platz: Erman Oruc (2. v. l.), Ibrahim Abou Nagie (3. v. l.) und Kollegen bei der Verteilaktion.

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Adnan Akyüz

Köln -

Samstagmittag in Köln-Mülheim: Salafisten der Dawah-Bewegung stehen am Wiener Platz und verteilen den Koran. Darunter auch Hass-Prediger Ibrahim Abou Nagie (50). Viele Passanten sind entsetzt. „Mörder seid ihr, ihr gehört in den Knast“, ruft ein aufgebrachter Kölner.

Die Salafisten geben sich als nette „Muslime von nebenan“ aus. Doch der Verfassungsschutz in NRW hält die Bartträger für gefährlich. Sie nutzten die Verteilung des Korans, um neue Anhänger für den Kampf gegen die „Ungläubigen“ zu gewinnen. Bis heute haben sie nach eigenen Angaben 1,7 Millionen Exemplare des Koran bundesweit unter die Leute gebracht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass auch die Kölner Salafisten Glaubensbrüder in den „Heiligen Krieg“ schicken. Was sagen die Provokateure in Mülheim dazu? Erman Oruc (31), Organisator der Buch-Verteilung , wiegelt ab. Es gebe zwar rund 64 Mitglieder, die in in den Dschihad gezogen seien. „Aber darauf haben wir keinen Einfluss“, behauptet Oruc. Wenn jemand in die Krieg ziehen wolle, könne man das nicht verhindern.

Oruc ist ein Vertrauter des Hass-Predigers Abou Nagie, gegen den in Köln wegen Sozialbetrugs ermittelt wurde. Solange die Salafisten keine Straftaten begehen, kann die Polizei nicht einschreiten. Köln, Bonn und das Ruhrgebiet gelten als Hochburgen der Extremisten. In Wuppertal hatten Islamisten, die sich als „Scharia-Polizei“ ausgaben, für Schlagzeilen gesorgt.


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