War ihm das Fußballspiel wichtiger als das Leben seiner kleinen Tochter?
Ein Vater hat die Dreijährige trotz Bullenhitze alleine im Auto zurückgelassen - offenbar wollte er das Spiel des 1. FC Köln gegen Kaiserslautern live im Stadion verfolgen.
Gegen 16.30 am Samstagnachmittag hatte ein Passant eine Polizeistreife darauf angesprochen, dass im Verlauf der Straße „Am Sportpark Müngersdorf“ ein Kleinkind alleine in einem Auto läge. Da es sehr heiß war und das Auto teilweise in der Sonne stand, war klar, dass sich das kleine Mädchen in höchster Gefahr befand.
Die Polizisten fanden das Kind in dem Peugeot im Kindersitz angeschnallt, es schien zu schlafen. Beide Seitenfenster waren zwei bis drei Zentimeter geöffnet, ansonsten war das Fahrzeug verschlossen.
Trotz lauter Rufe, Klopfen an der Scheibe und Rütteln an der Karosse reagierte die Dreijährige nicht. Selbst auf das Einschalten des Martinshorn des unmittelbar daneben gestellten Streifenwagens erfolgte keine Reaktion seitens des stark schwitzenden Kleinkindes.
Die Beamten schlugen schließlich eine kleine Seitenscheibe ein, befreiten das Mädchen und alarmierten einen Rettungswagen.
Nach cirka 45 Minuten erschien dann der Vater der Kleinen. Er zeigte sich jedoch wenig einsichtig und machte sich ganz offenbar mehr Gedanken über die beschädigte Seitenscheibe als um die Gesundheit seiner Tochter.
Unglaublich: Der 38-Jährige kündigte sogar an, die Maßnahmen der Polizeibeamten und der Rettungswagenbesatzung anwaltlich überprüfen zu lassen.
Die Ordnungshüter erstatteten Anzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
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