Offenbar ist der Panther bereits seit Ende August ausgebüxt. Er streunt frei durch Nordfrankreich, Luxemburg, Jetzt hat er das deutsch-belgische Grenzgebiet um Aachen erreicht. Stetig nähert er sich unserer Region.
Anfang der Woche hatte ein Spaziergänger den Panther bei Malmédy in den Ardennen gefilmt, wie er nur einige Meter vor ihm über eine Wiese lief. Nach Angaben des Spaziergängers sah das Tier jung oder abgemagert aus.
Wolfram Graf-Rudolf, Direktor des Aachener Euregiozoos, sah den hochgeladenen Clip bei Youtube.com und glaubt, dass es sich tatsächlich um einen Panther handeln könne. Silhouette, Gang, Farbe seien wie bei einer Raubkatze. Er erklärte der Aachener Zeitung, Panther, die nichts anderes als Leoparden mit schwarzem Fell sind, ernährten sich von Kleinsäugern: Nagetiere, Hasen, Insektenfresser, aber auch Vögel oder junge Rehe. Das Tier würde in Mitteleuropa genug zu fressen finden und komme auch mit unserem Klima zurecht.
Dass er dem Menschen gefährlich werden könnte, hält Graf-Rudolf für unwahrscheinlich: „Trotz ihrer Neugier sind Leoparden scheu und zurückgezogen”, sagte er der Aachener Zeitung. Allerdings sollte man weder vor ihnen flüchten noch ihnen in die Augen sehen. Sein Tipp: Umdrehen und ruhig weggehen!
„Wir wissen nur das, was auf dem Video zu sehen ist"”, erklärte Bernard Schmitz, Polizeiinspektor in Malmédy. „Das Tier ist komplett schwarz, etwa 80 Zentimeter lang und ähnelt einer Raubkatze. Ob es sich dabei tatsächlich um einen Panther handelt, können wir nicht hundertprozentig bestätigen.”
Wo die Raubkatze herkommt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Es gibt Vermutungen, sie sei einem nordfranzösischen Privatzoo entlaufen. Doch dem dortigen Zoodirektor fehlt gerade gar kein Panther. Wolfram Graf-Rudolf hat eine andere Idee. Der Panther könnte einem wohlhabenden Katzenliebhaber entlaufen sein. Viele würden die Tiere illegal ohne EU-Genehmigung halten.
Graf-Rudolf zur Aachener Zeitung: „Genügend Geld und ein größeres Anwesen reichen aus, um eine Raubkatze zu erstehen.” Die Route des Panthers sei von Ostbelgien aus nicht zu berechnen, sagte er. 30 bis 40 Kilometer könne er am Tag zurücklegen. Es sei wahrscheinlich, dass der Panther überwiegend in bewaldeten Gebieten bleibe.
Die Polizei in Malmédy rät den Bewohnern der belgisch-deutschen Grenzregion, Spaziergänge im Wald zu vermeiden.
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