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Opfer schwer traumatisiert: Straßenräuber beißt Bankangestellte – 15 Monate Bewährung

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Straßenräuber Ossama A. (26) im Kölner Amtsgericht.

Foto:

Pusch

Köln -

Kleinlaut saß Ossama A. (26) auf der Anklagebank im Kölner Amtsgericht. Er habe sich doch nur ein besseres Leben gewünscht, sagte der Marokkaner, der im September vergangenen Jahres als Asylbewerber nach Deutschland kam.

Zunächst hatte er sich als Syrer ausgegeben, um als angeblicher Kriegsflüchtling bessere Bleibechancen zu haben.

Nachdem der gelernte Koch schon in Münster, Dortmund und Kleve mit Straftaten aufgefallen war, aber wieder laufen gelassen wurde, zog es den Ganoven nach Köln.

Im November verfolgte er eine Bankangestellte (56) aus der Region Aachen, die am Hauptbahnhof aus dem Zug ausgestiegen war.

Als sie an der Tunisstraße an einer Ampel stand, näherte sich der Straßenräuber. Der Angreifer riss an den Taschen seines Opfers. Doch die resolute Dame wehrte sich – da biss der Räuber zu.

Die Bankmitarbeiterin erlitt blutige Wunden an den Händen. Als ein Passant zu Hilfe eilte, flüchtete der Ganove schließlich. Er rannte in ein Parkhaus. Dort erwischte die Polizei den Täter – er war inzwischen eingeschlafen! Der Marokkaner kam in U-Haft.

Beim Prozess entschuldigte sich der Täter. Die Überfallene beschrieb, unter Angstzuständen zu leiden. Wochenlang hatte sie Panik, sich mit HIV angesteckt zu haben, erst vergangen Dienstag hätten Medizin-Tests ergeben, dass sie gesund sei.

„Eine ganz üble Tat“, sagte der Richter – die 15 Monate Haft für den Täter setzte er allerdings auf Bewährung aus. Der Räuber kam frei.


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