Köln - Wenn morgen Oberbürgermeisterwahl wäre, gäbe es einen klaren Sieger: Jürgen Roters (SPD), gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen.
58,6 Prozent der Kölner würden sich für ihn als OB entscheiden, 30,3 Prozent für Peter Kurth (CDU). Und Roters hätte dann eine absolute rot-grüne Mehrheit (51,3 Prozent) im Stadtrat hinter sich. Allerdings: Die Grünen wären mit 24,9 Prozent auf Augenhöhe mit der SPD (26,4 Prozent).
Das ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Omniquest in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger. 1000 Kölnerinnen und Kölner aller Altersgruppen, Stadtbezirke, Schulabschlüsse und Berufsgruppen wurden von dem Bonner Institut befragt.
• Satte 58,6 Prozent: Der gemeinsame rot-grüne Kandidat Jürgen Roters (SPD) wäre klarer Sieger der OB-Wahl.
• CDU-Kandidat Peter Kurth kommt bei der Umfrage auf 30,3 Prozent,
• Ralph Sterck (FDP) auf 6,3 Prozent,
• Markus Kurt Beisicht von der rechtsextremen Organisation „pro Köln“ auf 1,6 Prozent und
• Dr. Martin Müser (Freie Wähler/Kölner Bürger Bündnis) auf 3,2 Prozent.
Dieses Ergebnis bezieht sich nur auf die Befragten, die sich bereits explizit für einen der zur Wahl stehenden Kandidaten entschieden haben.
Die Werte können sich aber noch verschieben, denn 24 Prozent der Befragten haben sich noch nicht entschieden, wollen nicht wählen oder machten keine Angaben.
Im Vergleich zur Umfrage im März, bei der Roters auch gegen den damaligen CDU-Kandidaten und Amtsinhaber Fritz Schramma mit 50 Prozent klar vorn gelegen hatte, legt der rot-grüne Kandidat noch einmal 8,6 Prozentpunkte zu. Am stärksten ist er im Stadtbezirk Innenstadt (67,3 %), am schwächsten im Bezirk Kalk mit „nur“ 46,9 Prozent.
Hier erreicht Kurth mit 42,2 Prozent seinen stärksten Wert, in der Innenstadt kommt er nur auf 23,6 %. Sterck schneidet in Rodenkirchen am besten ab (9,8 %), Beisicht in Ehrenfeld (3,7 %), Müser auch in Rodenkirchen (5,3 %).
Bei Männern (30,4 %) und Frauen (30,2 %) kommt Kurth gleich gut an. Roters hat mit 61,4 zu 55,7 Prozent klare Vorteile bei Frauen. Bei Sterck würden mehr Männer ihr Kreuzchen machen als Frauen (8 zu 4,7 %).
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