Im Wahlkampf 2009 hatte Jürgen Roters (SPD) als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters immer wieder erklärt: „Wir müssen die Langsamkeit wiederentdecken.“
Für ihn stand fest: „Auf vielen Straßen wird zu schnell gefahren.“ Als OB macht er jetzt Ernst: Die Höchstgeschwindigkeit auf Kölns Straßen soll auf 50 Stundenkilometer vereinheitlicht werden. Am Freitag geht’s los.
Dann werden Verkehrsdezernent Bernd Streitberger (CDU) und Klaus Harzendorf als Chef des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik auf der Rheinuferstraße (ab Konrad-Adenauer-Ufer) die letzten Tempo-70-Schilder abmontieren und durch Tempo-50-Schilder ersetzen. Viele, die dort regelmäßig fahren, wissen, dass die Ampeln schon seit Monaten auf Tempo 50 geschaltet sind.
Als Nächstes soll dann die Riehler Straße zwischen Zoobrücke und Ebertplatz auf Tempo 50 reduziert werden. „Es ist der politische Wille, im ganzen Stadtgebiet auf den Straßen maximal Tempo 50 zu erlauben“, stellt Hartmut Sorich als Abteilungsleiter Verkehrsmanagement fest.
Und so werden bald auch die Innere Kanalstraße und die Universitätsstraße, auf denen man zwischen Gleisdreieck und Berrenrather Straße noch Tempo 70 fahren darf, bald auf Tempo 50 begrenzt. „Wir werden das im Verkehrsausschuss zur Abstimmung stellen“, verspricht Sorich.
„Es geht um die Reduzierung von Unfallrisiken und um besseren Umweltschutz durch weniger Schadstoffausstoß“, sagt Streitberger. Laut Sorich werde aus diesem Grund auch mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über Tempo 50 für die Militärringstraße diskutiert. Die Kölner müssen die Langsamkeit wiederentdecken…
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