Köln - 1968 ging bei der KVB der letzte Schaffner von Bord. Nach 41 Jahren fordert die SPD mit dem rot-grünen Oberbürgermeister-Kandidaten Jürgen Roters nun sein Comeback.
Der gute, alte Schaffner verkaufte Fahrscheine, gab Umsteigetipps - und sorgte für Sicherheit. Heute dagegen trauten sich laut SPD Senioren und junge Frauen zu bestimmten Zeiten nicht mehr, mit der Bahn zu fahren. Mit der Rückkehr des Schaffners will Roters dagegen angehen.
Damit greift er sowohl eine Forderung der SPD als auch der FDP auf. „Fahrgastbefragungen haben gezeigt, dass viele Menschen vor allem in den Abendstunden auf bestimmten Strecken Angst haben“, erklärt Roters den Vorstoß.
Er will das Projekt „Schaffner“ sofort angehen, hat es in sein 100-Tage-Programm aufgenommen - „sollte ich denn gewählt werden“, wie er betont. 28 Schaffner sollen dann in einem zwei Jahre dauernden Test eingesetzt werden.
Roters: „Es geht darum, den Fahrgästen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.“ Auf folgenden Linien soll das Pilotprojekt laufen: Linien 1 und 9 zwischen Kalk und Höhenberg bzw. Ostheim, Linien 3 und 4 zwischen Ehrenfeld und Bocklemünd, Linie 7 zwischen Deutz und Zündorf und um die Linie 13 zwischen Bilderstöckchen und Buchheim.
SPD-Chef Jochen Ott (35) und Fraktionschef Martin Börschel (36) betonen zudem den „umfassenden Service“ der Schaffner. Mit iPhone und Funkgerät ausgestattet, sollen sie Auskünfte geben und zur Not Hilfe holen. KVB-Sprecher Joachim Berger: „Falls dies von der Politik so beschlossen wird, gibt es aber noch viele Aspekte zu prüfen - wie etwa die Bezahlung und Kompetenzen.“
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