Köln - Sie starb, weil sie den Kontakt zur Heimat wollte: Seit vier Jahren lebte Baha (25) mit ihrem Mann Ahmed Z. (32) und dem dreijährigen Töchterchen im Vierparteien-Haus auf der Erftstraße. Am Montag konnte der Notarzt nur noch ihren Tod feststellen.
Baha, die hübsche Frau aus der türkischen Küstenstadt Zonguldak, kam vor vier Jahren nach Köln. Ahmed, in Köln geboren, bot ihr hier ein Heim. Er schaffte in der Industrie, sie kümmerte sich ums Kind - und chattete immer häufiger im Internet mit Bekannten aus der Heimat.
Das passte Ahmed nicht. Wüste Worte, brutale Schläge - vor einem Jahr rückte die Polizei an, warf Ahmed für zehn Tage aus der drei-Zimmer-Wohnung. Er kehrte zurück, das Unverständnis zwischen beiden blieb. Die Wut auch.
Am Montag erschien Ahmed dann auf einer Wache in der Innenstadt. Er hätte seine Frau geschlagen, ihr dann mit ihren langen blonden Haare den Hals abgeschnürrt. Als Beamte und Notarzt in die Wohnung kamen, fanden sie die leblose Baha. Alle Rettungsmaßnahmen blieben erfolglos. Um das Töchterchen kümmern sich jetzt Verwandte, Ahmed Z. wurde festgenommen. Er weinte.
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