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Neues Tool: Fasten 2016 – eine App sagt, wie es geht

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Die Mitglieder der „Katholischen Jungen Gemeinde Kölns“ entwickelten die App zum Fasten.

Foto:

Philip Buchen

Köln -

Fitness-Apps gibt's wie Sand am Meer: Online können wir zwischen Angeboten wählen, die uns süßer, hotter und fitter machen sollen. Diese App gab's bisher noch nicht – ein Tool für die Fastenzeit!

Ein Team der „Katholischen jungen Gemeinde Kölns“ (KjG) hat die ,,3 1/2 Minuten“-App auf den Markt gebracht – und will so das Fasten hip machen.

So geht’s: Jeden Tag schickt die App dem User eine Fasten-Aufgabe, die dreieinhalb Minuten dauern soll. Statt 40 Tage Dauer-Verzicht auf Fleisch, Bier oder Zigaretten sind sechs verschiedene Kategorien im Angebot: Körperliche, soziale, spirituelle, politische, persönliche und geistige Übungen.

So gibt's Yoga-Aufgaben zum Entspannen; am nächsten Tag wird dazu aufgerufen, Lebensmittel zu spenden, dann gibt es eine geistige Herausforderung: Statt das Vaterunser zu beten, soll man sich überlegen, was Gott wohl sagen würde, wenn der Mann da oben dreieinhalb Minuten Zeit hätte, nur zu ihm, dem User auf Erden, zu sprechen. Sonntag ist Ruhetag, hier ruht auch die App!

Mit den Fasten-Traditionen der Kirche hat das zwar wenig zu tun – kein Problem für KjG-Diözesanleiterin Lena Bloemacher (32): „Jeder Mensch nimmt anders zu Gott Kontakt auf, mit unser App wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich über das Smartphone mit der Fastenzeit zu beschäftigen.“

Das Angebot richtet sich dabei auch an Fasten-Verweigerer: Nur rund 17 Prozent der Deutschen üben nach Karneval Verzicht, 83 Prozent kommen laut dem Statistischen Bundesamt nicht auf die Idee.

Und was ist mit einer Handy-Abstinenz während der Fastenzeit? Das steht übrigens ganz unten auf der Liste der deutschen Fasten-Vorsätze...