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Neues Notquartier : Jugendliche Flüchtlinge ziehen in Container am Rathenauplatz

In den Containern auf dem Rathenauplatz sollen minderjährige Flüchtlinge wohnen und betreut werden.

In den Containern auf dem Rathenauplatz sollen minderjährige Flüchtlinge wohnen und betreut werden.

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Dennis Sennekamp

KÖLN -

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen greift die Stadt inzwischen auf alle Möglichkeiten zu – die Lage ist dramatisch.

So plant die Verwaltung, jugendliche Flüchtlinge in Containern auf dem Rathenauplatz und „An der Eiche“ in der Südstadt unterzubringen.

Nach EXPRESS-Informationen haben sich beteiligte Ämter auf diesen Notplan geeinigt und wollen entsprechende Anträge durch die Bauaufsicht stellen.

Die Container stehen schon bereit. Sie hatten vorübergehend als Notquartier für eine stundenweise Kinderbetreuung gedient, weil benachbarte Kindergärten saniert wurden.

Jetzt sollen dort jeweils zwölf minderjährige, allein eingereiste Flüchtlinge wohnen und rund um die Uhr, personalintensiv betreut werden. „Aufgrund der außerordentlichen Nachfrage nach Flächen und Containern war es nicht möglich, zügig woanders welche aufzustellen“, heißt es im Rathaus.

Eine Genehmigung soll für sechs Monate erteilt werden – mit der Option auf eine Verlängerung um eineinhalb Jahren. Nach zwei Jahren, so hofft die Stadt, werden die Container auf dem Denkmalgeschützen Rathenauplatz und „An der Eiche“ abgebaut. Jugendliche sollen dann in festen Gebäuden betreut werden. Träger und Jugendamt arbeiten unter Hochdruck, weitere räumliche Kapazitäten zu akquirieren.

Ob Container überflüssig werden, kann aber niemand garantieren. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass in diesem Jahr mindestens 700 allein eingereiste, minderjährige Flüchtlinge in Köln zu versorgen sind. 2016 werden 1000 Jugendlichen erwartet.