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Neues Konzept: Gefahrgut-Transporte durch den Stadtwald

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Gefahrgut-Transporte könnten bald durch den Stadtwald rollen.
     
Gefahrgut-Transporte könnten bald durch den Stadtwald rollen.      
Foto: Schwaiger; Montage: EXPRESS
Köln –  

Bald könnten Gefahrgut-Transporte auf Schienen durch den Stadtwald rollen. Die Verwaltung arbeitet derzeit an einem Konzept, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Gleise zu verlagern.

Dabei spielen auch die Gleise der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) eine Rolle. Und ein Gleis führt mitten durch den Stadtwald.

„Wir müssen mehr Güter auf die Schiene kriegen“, fordert Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD). „Vor allem Schwertransporte ab 30 Tonnen nehmen auf den Straßen immer mehr zu. Wohin das führt, erleben wir gerade bei der Leverkusener und anderen Brücken. Deshalb arbeiten wir an einem Konzept zur Verlagerung des Güterverkehrs.“

Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD) arbeitet an einem Konzept.
Stadtdirektor Guido Kahlen (SPD) arbeitet an einem Konzept.
Foto: Udo Gottschalk

Dabei hat Kahlen neben vielen anderen auch Unternehmen aus dem Großbereich Bayer in Leverkusen oder Dormagen oder Firmen aus dem Chemiepark Knapsack im Blick. „Die könnten statt auf der Straße ihre Güter auf den Gleisen der HGK zu den Containerterminals – etwa dem Bahnhof Eifeltor – oder zum Niehler Hafen transportieren.“

Dabei schließt Kahlen ausdrücklich nicht aus, dass mitten durch den Stadtwald auch Gefahrgut-Transporte rollen könnten. Bisher fährt da regelmäßig nur die „Klüttenbahn“ von Rheinbraun – bis zu 20 Züge am Tag.

Das Gleis kennt jeder Kölner: Es kreuzt zum Beispiel in Höhe der KVB-Haltestelle „Clarenbachstift“ die Aachener Straße, später dann die Friedrich-Schmidt-Straße in Braunsfeld und führt dann mitten durch den Stadtwald an Joggern und Spaziergängern vorbei, bevor es an der Kreuzung Dürener/Militärringstraße Richtung Frechen und Erftkreis führt, wo es ebenfalls Güterbahnhöfe gibt.

„Grundsätzlich sind Gefahrgut-Transporte auf unserem Gleis durch den Stadtwald kein Problem“, sagt Dr. Jan Zeese als Sprecher der HGK. „Wir haben da noch Kapazitäten frei.“

Festgezurrt ist das alles noch nicht, sagt der Stadtdirektor: „Wir prüfen gerade die möglichen Varianten und sind dazu in Gesprächen sowohl mit der HGK als auch mit der Industrie- und Handelskammer. Und wir machen nichts ohne eine vorherige Beteiligung der Bürger.“ Die werden sicher nicht begeistert sein. Gleichwohl: Über den Militärring fahren täglich Hunderte Gefahrgut-Lkw.

IHK-Geschäftsführer Ulrich S. Soénius bestätigt die Gespräche mit der Stadtverwaltung und erklärt: „Die Unternehmen sind hochinteressiert am Schienenverkehr, aber auch an der Binnenschifffahrt und wollen gern Güter von der Straße nehmen.“
Auch Huckepack-Systeme sind denkbar (Lkw auf den Zug, am Zielort runter und die letzten Kilometer auf der Straße). Kahlen: „Wir müssen handeln.“

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