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Neuer Vorstand: Was ist bei der Ditib los?

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In Ehrenfeld entsteht mit dem Bau der Großmoschee auch die neue Deutschlandzentrale der Ditib.
In Ehrenfeld entsteht mit dem Bau der Großmoschee auch die neue Deutschlandzentrale der Ditib.
Foto: dpa
Köln –  

Der Moscheeverein „Ditib“ hat einen neuen Vorstand gewählt. Der eigens für mehr Transparenz gegründete Moschee-Beirat hat das erst aus der Presse erfahren.

Die Presse selbst wurde ebenfalls erst Tage nach der Wahl informiert. Beiratsmitglieder sind sauer, allen voran Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU).

„Das Vorgehen der Ditib ist ärgerlich und unprofessionell“, so Schramma. „Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die Ditib den Beirat gar nicht will. Ich kann die Ditib nur warnen, die freundschaftliche Unterstützung des Beirats als Vertreter der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen.“

Auch Ehrenfelds Bürgermeister Jupp Wirges (SPD) ist sauer: „Wir wissen ja überhaupt nicht, mit wem wir es jetzt zu tun haben. Ist das ein Politikwechsel? Und wenn ja, in welche Richtung? Kontinuierliche Arbeit für das Projekt wird so unmöglich gemacht.“

Neuer Ditib-Chef ist Izzet Er, türkischer Staatsbeamter und bisher Botschaftsrat in Frankreich. Ditib-Pressereferentin Ayse Aydin erklärte die „bedauerliche“ Nicht-Information mit Personalengpässen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass die Ditib handelt, ohne den Beirat zu informieren: Als Architekt Paul Böhm wegen angeblicher Mängel gefeuert wurde, erfuhr dies der Beirat erst aus dem EXPRESS.

An der Moschee-Baustelle formierte sich zudem ungewohnter Protest: Rund zehn Frauen, seit Jahren bei Ditib engagiert, beklagten, im Verein ausgegrenzt zu werden: „Wir werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt“, erklärt eine Teilnehmerin, „obwohl auch wir hier viel leisten“. Unwürdig seien auch die Gebetsräume, die man den Frauen zugewiesen habe: So seien weder Heizung noch Licht vorhanden.

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