Köln - Töröö! Für die Elefanten im Zoo gab es am Dienstagvormittag verspätete Weihnachtsgeschenke: Tannenbäume! Händler, die ihre Bäume nicht losgeworden waren, schenkten sie dem Tierpark.
„Die Elefanten fressen die Tannen, ausgewachsene Tiere schaffen drei Bäume am Tag“, erklärten Zootierarzt Dr. Olaf Behlert und Tierpflegerin Ingrid Wallner den verblüfften Zoobesuchern.
Bäume seien wichtig für die Zahnpflege der Tiere: „Sie haben vier lamellenartig aufgebaute Backenzähne, die von hinten wachsen und sich nach vorne schieben“, so Behlert. „Der vordere Teil verschleißt und muss dann raus. Durch Baumstämme und Äste brechen diese Zahnteile ab und der Elefant hat ein Problem weniger.“ In Zoos, wo es diese Praxis nicht gebe, seien Zahn- und Kieferkrankheiten bei Elefanten häufig.
Die Elefantenherde, allen voran die Jungtiere Marlar, Maha Kumari und Ming Jung, stürzte sich sogleich auf die Bäume. „Wir bitten aber darum, dass uns jetzt nicht jeder seinen Tannenbaum aus dem Wohnzimmer bringt“, fleht Behlert. „Da sind dann Lametta oder Kerzenreste dran und das schadet den Tieren.“
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