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Nach Silvesterübergriffen: Erster Angeklagter ist verurteilt

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Der Angeklagte hält sich im Gerichtsaal einen Aktenordner vor sein Gesicht.

Foto:

Michael Wand

Köln -

Der erste Silvestertäter ist verurteilt! Younes A. (23) musste sich am Mittwoch wegen Diebstahls vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Laut Anklage hatte der aus Marokko stammende Mann auf dem Bahnhofsvorplatz einer jungen Frau das Smartphone geklaut, als diese gerade den Kölner Dom fotografierte.

Er soll das Chaos am Dom mit unzähligen sexuellen Übegriffen ausgenutzt haben. Danach soll der Angeklagte versucht haben, mit der Beute zu fliehen.

Das Klau-Opfer konnte den Angeklagten jedoch einholen! Er wurde dann von anwesenden Polizisten festgenommen.

Umfassendes Geständnis

Bei der Durchsuchung des Mannes wurden noch geringe Mengen Amphetamin entdeckt.

Younes A. befand sich seit dem 01.01. in U-Haft.
Beim Prozess gab A. an, vor einem Jahr über Spanien und Frankreich nach Deutschland gelangt zu sein.

Er habe einen Asylantrag gestellt, verweigerte aber den Grund dafür zu nennen. Über seinen Verteidiger legte er ein umfassendes Geständnis ab. Mit den Sex-Übergriffen habe er aber nichts zu tun.
Die Beklaute (20) sagte aus, aus Baden-Württemberg angereist zu sein, sie habe mit einer Freundin Silvester feiern wollen, die in Köln studierte.

„Als ich im Bahnhof von der Toilette kam, ist mir schon die große Anzahl ausländischer Männer aufgefallen.

Sie sei am Po angefasst worden, ihrer Freundin griffen Männer aus der Meute zwischen die Beine. Kurz darauf sei ihr das Handy geklaut worden.

Täter entschuldigt sich

Als der Täter flüchtete, sei sie ihm hinterher gelaufen. „Am Taxistand hat ihm jemand das Bein gestellt", so die Zeugin. Zunächst dachte sie, dass es der Dieb war, der sie begrapscht hatte. Das konnte aber nicht bewiesen werden.

„Es tut mir leid, Entschuldigung“, sagte der Angeklagte, er stand dabei und faltete Hände.

Das Opfer nahm die Entschuldigung an.

Das Urteil: Sechs Monate Haft auf Bewährung plus 100 Euro Geldstrafe. „Das war auf raubähnliche Weise, von hinten auf offener Straße", sagte der Richter.

Er bemängelte, dass der Angeklagte offensichtlich seinen Ausweis weggeworfen hatte, um einer Abschiebung zu entgehen.
Das Amtsgericht verhandelt heute gegen zwei weitere Täter aus der Silvesternacht.

Sie sollen einen Touristen aus Indien auf der Hohenzollernbrücke beklaut haben.


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