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Nach Rauswurf: Wer beerbt Kölns Polizeipräsidenten Wolfgang Albers?

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Wolfgang Albers wurde als Kölner Polizeipräsident gefeuert. 

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Thomas Banneyer

Köln -

Nach dem Rauswurf des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers (60)  wird nun über seine Nachfolge diskutiert. Wer beerbt den Sozialdemokraten? Wer soll die Kölner Polizeibehörde mit 5000 Beamten leiten, die für die Sicherheit von 1,2 Millionen Menschen sorgen soll? Erste Namen werden genannt und diskutiert.

Beim Personalvorschlag für einen Polizeipräsidenten ist NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gefragt. Doch der oberste Dienstherr der Polizei ist nach den Skandalen in Köln angeschlagen.

Die CDU wittert ihre Chance

Bislang war der Posten traditionsgemäß von einem SPD-Mann besetzt. Jetzt wittert die CDU Morgenluft. Kölns Parteichef Bernd Petelkau (50): „Es sollte jemand aus den Reihen der Polizei mit Manager-Qualitäten sein. Es kann auch eine Managerin sein.“

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Birgitta Radermacher: Die rheinische Powerfrau

Die Juristin (59) ist gebürtige Kölnerin und war hier für die CDU als Chefin des Jugendhilfe-Ausschusses bis 2004 aktiv. Sie liebt den Karneval und  Touren mit ihrem Motorrad. Derzeit ist sie Chefin  von  1800 Polizisten in Wuppertal, Solingen und Remscheid.

Das zielt auf Birgitta Radermacher (59) – Kölnerin mit CDU-Parteibuch und derzeit Polizeipräsidentin in Wuppertal. Die Juristin war bereits vor gut einem Jahr als Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU sowohl in Köln als auch in Bonn im Gespräch.

Radermacher sagte ab, da sie zu 100 Prozent in Wuppertal gebraucht werde. In der Salafisten-Hochburg wolle sie erst der selbst ernannten „Scharia-Polizei“, die dort Streife gehen wollte, das Handwerk legen. Das ist inzwischen geschehen.

Genossen sind beunruhigt

Kölner Genossen sind deshalb schon in Alarm-Stimmung: Erst der OB-Posten futsch, dann die Macht im Rat, jetzt die Polizeibehörde. Auch die Linken murren. Fraktionschef Jörg Detjen poltert: „CDU und FDP sollten nicht meinen, dass ein Polizeipräsident mit ihrem Parteibuch Großstadt-Probleme lösen kann.“

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Norbert Wesseler: Ein  Schalker in Dortmund

Der 55-jährige Jurist wurde  im Münsterland geboren. Dort engagierte er sich bereits für die SPD. 2012 wurde er Polizeipräsident von Dortmund –  und das als bekennender Schalke-Fan.  2014 wechselte er als Polizeichef in die Landeshauptstadt Düsseldorf.

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dpa

Der Sozialdemokrat Norbert Wesseler wird als Gegenentwurf genannt. Er ist derzeit Polizeipräsident in Düsseldorf, war zuvor in Dortmund aktiv. Mit Großstädten und brisanten Aufgaben kennt er sich aus.

Die Posten des Polizeipräsidenten in NRW werden aber immer auch nach politischen Proporz besetzt. Ginge Köln nun an die CDU, werden die Genossen Ansprüche für andere Städte geltend machen. Ob Innenminister Jäger derzeit das Standing für solche Umstrukturierungen hat?


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