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Nach Baumarkt-Vorfall: Grüne fordern Obergrenze für Chemikalien-Verkauf im Einzelhandel

Köln -

Die Grünen im Bundestag fordern nach dem Baumarkt-Vorfall in Pulheim eine Obergrenze für den Verkauf bestimmter Chemikalien im Einzelhandel. „Es ist derzeit zu leicht, große Mengen von bombenfähigen Ausgangsstoffen im Baumarkt um die Ecke zu besorgen. Hier brauchen wir unbedingt eine Begrenzung“, sagte die Sprecherin für innere Sicherheit, Irene Mihalic, dem EXPRESS.

Antrag im Bundestag

Auf Initiative von Mihalic wird die Grünen-Fraktion in der kommenden Sitzungswoche des Bundestages einen entsprechenden Antrag einbringen.  „Unsere Sicherheitspolitik ist immer noch zu wenig eingestellt auf die aktuelle Terrorgefahr“, so Mihalic.

Zugang zu Gefahrenstoffen erschweren

Dabei seien sich die „Sicherheitsbehörden einig, dass sowohl Neonazis als auch gewaltbereite Islamisten zunehmend in losen Netzwerken und eigeninitiativ agieren. Die Anleitung zum Bombenbau gibt es im Internet, die Zutaten im Baumarkt. Das geht alles viel zu einfach, der Zugang zu Gefahrenstoffen muss erschwert werden.“

Aktuelle Regelungen „absolut unbrauchbar“

Die Grünen-Expertin bezeichnete die aktuellen Handreichungen des Bundeskriminalamtes (BKA) für den Einzelhandel als „absolut unbrauchbar“.  Das Verkaufspersonal an der Kasse werde „heute völlig allein gelassen mit der Gefahreneinschätzung“.