Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Mit Obstkonserven und Brot: Knackis brennen illegal Schnaps

Von
In der JVA Ossendorf werden regelmäßig Häftlinge erwischt, die sich ihren eigenen Schnaps brennen.
In der JVA Ossendorf werden regelmäßig Häftlinge erwischt, die sich ihren eigenen Schnaps brennen.
Foto: IMAGO
Köln –  

Ein kleiner Absacker nach dem Essen? Wodka, Ouzo, Kabänes? Für viele Kölner ganz normal.

Blöd nur, wenn man gerade in der JVA Ossendorf einsitzt. Hier herrscht nämlich absolutes Alkohol-Verbot. Doch die „Not“ macht erfinderisch. Manche Häftlinge brennen auf der Zelle einfach ihren eigenen Schnaps.

Gezuckerte Obstkonserven und Brot. Unauffällige Zutaten, die sich jeder Knacki legal über die Einkaufsliste bestellen kann. Dazu ein Eimer, in dem das ganze angerührt wird. Mehr braucht es gar nicht, um Hochprozentiges herzustellen. Die Hefe im Brot hilft beim Gärprozess. Und schwupps, hat man seinen eigenen Sprit.

Nach EXPRESS-Informationen sind es vornehmlich Knackis aus Osteuropa, die es ausnutzen, dass die Zellen in der Regel nur einmal pro Woche durchsucht werden.

„Die Bediensteten erwischen etwa einmal im Monat Häftlinge, die sich auf ihrer Zelle Alkohol herstellen“, berichtet Wolfgang Schriever, stellvertretender Leiter der JVA Köln, auf Anfrage.

Die Wärter werden aufmerksam, wenn Alkoholgeruch durch die Türen dringt. Sie kippen den „Ossendorfer Tropfen“ dann weg. Für den Häftling gibt’s disziplinarische Maßnahmen. Er darf dann zum Beispiel zwei Wochen nicht zum Sport.

Rauchen ist auf den Zellen übrigens erlaubt. Warum denn dann Alkohol nicht? „Das wäre einfach ein Sicherheitsrisiko“, erklärt Schriever. Alkohol könne bekanntlich auch aggressiv machen, was für die Wärter im Knast eine Gefahr darstelle. „Außerdem haben viele Gefangene ein Alkoholproblem, und davon sollen sie ja wegkommen.“

Besonders kreativ war mal ein Häftling in der JVA Remscheid. Der hatte außen am Zellenfenster einen Behälter angebracht, der aussah wie ein Abflussrohr. Darin stellte er Alkohol her und zapfte sich den Stoff über Wochen unbemerkt.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
„Viel lachen“, sagt Anny, sei ihr Altersgeheimnis. Sie wohnt gerne allein und möchte ihre Wohnung nicht aufgeben.
Sie wohnt im Studentenviertel
Anny Gries wünscht sich zum 100. Geburtstag ein iPad

Mitten im Kölner Studentenviertel, im Kwartier Latäng, wohnt Anny schon seit 1954! „Wieso sollte ich denn auch weg?“, fragt sie.

Bundespolizisten trafen am Hauptbahnhof Kölns bekanntesten Obdachlosen. Einige Kölner hatten ihn vermisst.
Nach großer Sorge
Da ist er! Bundespolizei entdeckt Elvis am Hauptbahnhof

Nachdem Kölle Live-User „gerdbonse“ aktuelle Fotos vom Schlafplatz des bekanntesten Obdachlosen Kölns gepostet hatte, war die Sorge groß. Denn all seine Habseligkeiten waren plötzlich verschwunden.

Der Entwurf für die Krebsgasse. Der ehemalige Opern-Betriebshof ist aus dem Blickfeld verschwunden, breite Gehwege und der helle Straßenbelag wirken freundlich.
Heller, breiter, freundlicher
Opernquartier: Köln plant das Herz der City um

Ab Montag geht’s los mit der Straßensanierung rund um das Opern- und Schauspielhaus! Die Kosten: 1,8 Millionen Euro. EXPRESS sagt, was sich alles ändert.

Toyota Auris Hybrid Touring Sports

Sparsamkeit zahlt sich aus: Der Toyota Auris Touring Sports Hybrid gewinnt „Internet Auto Award“.

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
KVB
Köln-Galerien
Unser Veedel
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Ausbildung und Beruf
News aus Köln
Alle Videos