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Mehrere Demos: Syrer stellen sich gegen Sexismus - für ein friedliches Köln

Syrer-Demo
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dpa

Köln -

Rund 350 syrische Flüchtlinge haben sich am Samstag bei einer Demonstration in Köln gegen Gewalt, Sexismus und Rassismus gestellt.

Mit Plakaten und Transparenten versammelten sie sich auf dem Bahnhofsvorplatz, dem Ort, an dem in der Silvesternacht viele Frauen belästigt und ausgeraubt worden waren.

Die Flüchtlinge wollten sich mit ihrer Aktion von den „beschämenden Übergriffen“ distanzieren. Sie lehnten es ab, dass ihre Situation für rassistische Ziele instrumentalisiert werde, heißt es auf einer Netzwerkseite.

"Diese Übergriffe repräsentieren uns nicht!"
Troisdorf, 16.01.16: Tareq Shahin lebt seit vier Monaten im Flüchtlngsheim in Troisdorf. Er kommt aus Syrien. Die Ereignisse der Silversternacht haben auch ihn schockiert.

Die Demonstration sei friedlich gestartet, sagte ein Polizeisprecher.
Zuvor hatten sich bereits etwa 80 Syrer vor dem Hauptbahnhof gegen Gewalt an Frauen gewandt.

Die Teilnehmer verurteilten die Vorfälle der Silvesternacht. Sie hätten die Stadt Köln und die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Bürger schätzen gelernt und hofften, dass es weiter ein Miteinander gebe, heißt es in einem Facebook-Eintrag der Veranstalter.

Flüchtlinge im Hungerstreik
Troisdorf, 16.01.16: Rund 30 Flüchtlinge aus Troisdorf weigern sich seit dieser Woche, Essen zu sich zu nehmen. Grund dafür sind die langen Asylverfahren.

Für den späten Nachmittag war vor dem Kölner Bahnhof zudem zu einem „Flashmob gegen rassistische Gewalt“ aufgerufen worden. Die Polizei zeigte sich den Samstag über mit verstärkten Kräften vor Ort. Hinweise auf angekündigte Aktionen von „Bürgerwehren“ lägen nicht vor, sagte ein Sprecher. 

(cb/dpa)