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Medizinisches Cannabis : Kölner importiert Gras aus Kanada

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Der Hersteller für medizinisches Cannabis „Peace natural“ aus Kanada wird bald auch Deutschland beliefern.

Foto:

Cannamedical

Köln -

Mangelware medizinisches Cannabis: Seit Monaten beklagen Patienten, Apotheken und Importeure einen Engpass (EXPRESS berichtete). Der Kölner Importeur David Henn (27), Geschäftsführer der Firma Cannamedical mit Sitz am Kaiser-Wilhelm-Ring, hat jetzt gehandelt.

Täglich über 300 Anfragen

„Wir erhalten täglich über 300 Anfragen von mittlerweile sehr verärgerten Apothekern, deren  Kunden schon länger auf ihre Medizin warten“, berichtet Henn. Und weiter: „Unsere Firma hat jetzt einen neuen Liefervertrag mit dem kanadischen Hersteller «Peace natural» abgeschlossen. Die erste Charge ist für Oktober geplant und wird 50 Kilo betragen, insgesamt planen wir jährlich zwei Tonnen zu importieren.“

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Geschäftsführer David Henn und business developer Susanne Simon.

Foto:

Akyüz

Doch bis es dazu kommt, benötigt Henn noch grünes Licht von der Bundesopiumstelle in Bonn, wo der Antrag für die Einfuhr bereits gestellt ist. Das ist aber laut Henn nur noch Formsache.  
Im Vergleich: Der holländische Hersteller Bedrocan könnte eigentlich 100 Kilo pro Woche liefern.

Henn: „Volumen muss erweitert werden“

Doch laut Henn gibt es da eine bürokratische Hürde: „Die zuständigen deutschen Behörden  haben mit Bedrocan einen Vertrag abgeschlossen, der vorsieht, dass insgesamt nur 700 Kilo pro Jahr importiert werden können. Der Vertrag gilt auch noch weitere zwei Jahre. Das Volumen muss erweitert werden.“  

Eine Lieferung kostet 75.000 Euro

Der neue Lieferant aus Kanada ist zwar im Einkauf günstiger als die Holländer, aber wegen des hohen logistischen und bürokratischen Aufwands am Ende teuer. Für eine Ladung aus Kanada bezahlt Henn 75.000 Euro, eine Lieferung aus Holland kostet hingegen nur 600 Euro.