Ein Besuch beim Friseur kam eine Kölnerin richtig teuer zu stehen. Rita S. (45, Name geändert) wollte unbedingt eine Haarverlängerung – aber nicht dafür bezahlen. Dafür landete sie am Montag im auf der Anklagebank.
Bei „Unisex“ am Bahnhof hat sich die Busfahrerin das volle Programm gegönnt. Waschen, Scheiden und dann Extensions, um den Wuschelkopf zu bändigen – Preis: 179 Euro.
„Nach der Haarbehandlung verließ die Angeklagte unter einem Vorwand das Geschäft und kam nicht wieder“, verlas der Staatsanwalt die Anklageschrift. Weil die Friseur-Mitarbeiter den Namen der Kundin kannten, flatterte bei ihr schnell eine Anzeige wegen Betrugs ein.
Ein erster Gerichtstermin platzte, weil Rita S. in den Urlaub fuhr. Daraufhin steckte der Richter sie in U-Haft. „Ich gebe alles zu, und es tut mir leid“, sagte sie vor Gericht.
„Das geht mir gegen den Strich, dass Sie hier im Jahrestakt Straftaten begehen“, entgegnete der Richter – er verurteilte S. zu drei Monaten Haft auf Bewährung und 60 Sozialstunden.
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