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Landgericht: Vergewaltigung: Bewährungsstrafe für Kiosk-Besitzer (50)

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Die junge Frau kann es kaum fassen. Der Angeklagte bekam eine Strafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung.

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imago/Pixsell

Köln -

Er vergewaltigte eine junge Frau (21) in seinem Kiosk, nahm ihr die Unschuld. Ins Gefängnis muss der brutale Sex-Täter (50) aber nicht. Vorm Kölner Landgericht  erhielt er zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger Christof Miseré hatten im Vorfeld über die Möglichkeit einer Bewährungsstrafe gesprochen. Das verhältnismäßig milde Urteil kam zustande, weil das Opfer nicht vor Gericht aussagen wollte,  sich mit der Zahlung von Schmerzensgeld zufriedengab.

Der Vergewaltiger muss  6000 Euro an die Geschädigte   zahlen, außerdem noch 1000 Euro  an die Opferorganisation „Weißer Ring“.

Das Geld will die Geschädigte Fatma M. (Name geändert) dazu verwenden, sich ihr Jungfernhäutchen operativ wiederherstellen zu lassen. Laut  Opfer-Anwältin Funda Bicakoglu leide Fatma M. unter dem  Verlust der Unschuld. In ihrem Kulturkreis sei es vorgeschrieben, jungfräulich in die Ehe zu gehen.  

Der Kioskbesitzer hatte Stammkundin  Fatma M. angegriffen, als sie Lebensmittel  bei ihm abholen wollte. Laut Urteil hatte der Geschäftsmann die Frau ins Obergeschoss seines Ladens gedrängt und die Tür verschlossen.

Mit Gewalt wurde das Opfer  zum ungeschützten Sex gezwungen. Bei der Polizei hatte der 50-Jährige  alles abgestritten. Das Opfer musste zum  Glaubwürdigkeitstest. Eine Psychologin stellte fest: Fatma M. sagte die Wahrheit.  


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