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Kunsthaus Rhenania: Hafen-Boss wirft die Paveier wieder raus

Die Paveier - im Kunsthaus Rhenania nicht von allen gern gesehen.

Die Paveier - im Kunsthaus Rhenania nicht von allen gern gesehen.

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Klaus Michels

Kaum haben die Paveier im Kunsthaus Rhenania im Rheinauhafen ein 100 Quadratmeter großes Atelier bezogen, sind sie auch schon wieder raus – besser gesagt: Sie kommen nicht mehr rein.

Nach dem wütenden Protest der Künstler gegen die Vermietung des Ateliers an die „kölsche Karnevalsband“ tagte am Montag der Beirat des Kunsthauses. Im Fokus stehen zwei Personen: Horst Leonhardt als Boss der städtischen Hafengesellschaft HGK, der das Gelände gehört, und Franz Corneth als Geschäftsführer der Rheinauhafen-Verwaltung – der pikanterweise auch Vorsitzender des Kölner Mietervereins ist.

Corneth hatte das Atelier an Paveier-Chef Detlef Vorholt vermietet – aber ohne vorher den HGK-Chef und den Beirat einzubeziehen. Leonhardt tobte: „Das war so nicht vereinbart“, sagte der Manager dem EXPRESS vor der Beiratssitzung. „Wenn die Künstler und der Beirat Mieter für das Atelier finden, die besser ins Profil passen, dann sollen die natürlich auch da einziehen.“

Dabei haben die Paveier schon die Schlüssel! „Ja“, sagt Leonhardt. „Aber ich habe die Schlösser austauschen lassen.“

Jetzt tobt Vorholt: „Wir sind doch hier nicht im Wilden Westen. Ich habe mit Corneth per Handschlag einen gültigen Mietvertrag geschlossen. Wir sind ehrenwerte Musiker. Wenn Herr Leonhardt die Schlösser hat austauschen lassen, dann hat er kriminell gehandelt. Das werden wir nicht auf uns sitzen lassen. Dagegen gehen wir mit Sicherheit vor.“

Rhenania-Künstler und Beirat sind indes froh: „Wir haben schon vor eineinhalb Jahren beschlossen, dass hier keine Musiker mehr einziehen sollen“, sagen Angie Hiesl und Patrizia Marchese.

„Das Haus ist dafür viel zu hellhörig.“ Fotograf Max Regenberg meint: „Wir betreiben hier ernsthafte Kunst. Und in Sammlerkreisen fragt man nach dem Umfeld, in dem Künstler arbeiten. Die Paveier sind schlecht fürs Image. Und die können sich sicher höhere Mieten leisten als wir.“

Fortsetzung folgt…