Oh, war das knapp! Kölle hat gewählt – und bis zuletzt haben die EXPRESS-Leser diese Wahl spannend gemacht.
Am Ende haben die Bläck Fööss die die Nase vorn: Sie wurden zur besten kölschen Band gewählt. Mit ganzen 0,4 Prozent Vorsprung haben sie sich am Ende gegen die Höhner durchgesetzt.
Im Jubiläumsjahr (die Fööss feiern ihren 40. Geburtstag) ist das der Ritterschlag für die sieben Ausnahme-Musiker. Besonders die langjährigen Fans haben den Fööss bei unserer Wahl zum Sieg verholfen. Bei den über 30-Jährigen liegen sie unangefochten auf Platz eins, die Jüngeren favorisieren dagegen die Höhner. Platz drei geht an Brings.
Wäre es aber allein nach den Frauen gegangen, hätten die Kölschrocker klar gewonnen – bei den weiblichen Wählern liegt Brings mit 28,1 Prozent ganz vorne.
Fooss trifft Hohn: EXPRESS sprach mit Erry Stoklosa (62, Sänger und Gitarrist bei den Fööss) und Hannes Schöner (57, Höhner-Bassist und Sänger) über das knappe 0,4-Prozent-Ergebnis.
Hannes: Ich find's toll, dass das so knapp ist. Aber mit den Bläck Fööss haben die richtigen gewonnen. Als die Beatles aufgehört haben, kamen die Fööss. Wir haben die Lieder damals rauf und runter gesungen. Die Fööss haben ganz klar die Standards gesetzt. Ihnen gebührt der vollste Respekt.
Erry: Mir ist es nicht wichtig, wer jetzt den ersten Platz gemacht hat. Jedes Kleeblatt (Fööss, Höhner, Brings, Paveier, Räuber; Anm. d. Red.) ist seinen eigenen Weg gegangen. Die Höhner erleben grad das, was wir 1985 schon hatten. Ist doch toll.
Erry: Überhaupt nicht! Ich möchte das Leben aus dem Koffer nicht mehr. Und wir hatten unsere TV-Show-Auftritte, Nummer 1-Hits und Goldenen Schallplatten. Das ist jetzt nicht mehr das oberste Ziel. Außerdem sind die Höhner im Schnitt auch zehn Jahre jünger (lacht).
Hannes: Klar schaut man sich das an, wer etwa den Hit der Session im Karneval gelandet hat. Dieser Wettkampf interessiert uns.
Erry: Solange die Gesundheit es zulässt, machen wir weiter. Ich will nicht im Rollstuhl auf die Bühne geschoben werden. Kriege ich mit, dass wir hinter unserem Rücken belächelt werden, dann höre ich auf.
Hannes: Wir sind Dinosaurier. Wir wollen in Würde altern und uns nicht zum Deppen machen. Und wenn die Leute uns irgendwann nicht mehr sehen wollen, dann werden sie uns das auch mitteilen.
Erry: Nein. Das ist ja innerhalb der eigenen Band ja schon schwierig (lacht). Aber es gibt schon einen regen Austausch, wenn man sich bei Auftritten trifft. In der Karnevalssession passiert das ja oft mehrmals an einem Tag.
Hannes: Das ist auch einfach eine Zeitsache. Innerhalb der Band achten wir drauf, jedes Jahr einen Betriebsausflug und eine Weihnachtsfeier zu machen, mit allen Kollegen und Anhang. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Erry: Mir gefällt „Minsche wie mir“. Kommt halt immer auf die Stimmung an, in der man gerade ist.
Hannes: Ich mag die Lieder mit Beatles-Elementen. „En Kölle es et am räne“ ist ein wunderbarer Song.
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