Konzert im Tanzbrunnen: 12.000 Fans feiern Rea Garvey – und der lobt Köln wie verrückt
Rea Garvey sorgte für tolle Stimmung am Tanzbrunnen.
dpa (Archivfoto)
Köln -
Das Geld für den Flug nach Deutschland lieh er sich bei seiner Schwester. Nur mit einer Gitarre bepackt kam Raymond „Rea“ Garvey im Rheinland an, spielte in Gummersbach, in Bonn und schließlich in Köln auf der Straße und in Kneipen. Das war 1998.
Per Zeitungsannonce suchte er Mitmusiker und gründete die Band Reamonn. Die wurde 2010 aufgelöst, seitdem tourt er als Solo-Musiker. Und das mit Mega-Erfolg.
12.000 Fans beim größten Konzert der „Get loud“-Tour
Samstagabend stand das bisher größte Konzert seiner „Get loud“-Tour an. 12.000 Fans waren in den Tanzbrunnen gekommen, das haute den 43-jährigen Iren regelrecht aus den Latschen.
„Als ich angefangen habe als Musiker, war Köln immer die Stadt, wo ich hinwollte. Nicht nach Berlin, nicht nach Hamburg. In Köln hat’s gebrummt, die Menschen wollen feiern, lieben Rock 'n' Roll. Das ist ein besonderer Ort.“
„Köln ist die Sonne des Westens”
Garvey strahlte mit der untergehenden Sonne um die Wette: „Ich habe den ganzen Sommer im Regen gespielt. Aber Köln ist die Sonne des Westens. Ihr trinkt das gleiche Wasser wie die Iren. Deshalb ist hier auch immer Stimmung.“
Zwischen seinen Hits wie „Supergirl“, „Can’t say no“, „Can’t stand the silence“ oder „Wild love“ blieb immer wieder Zeit für kölsche Anekdoten: „Ich habe auch schon mal Himmel un Äd gegessen. Ein super leckeres Essen, das man den ganzen Tag schmecken kann. Dazu passt perfekt ein Kölsch“, sagte er grinsend.
„Das war einfach unfuckingfassbar“
Die Fans trugen den Sänger, der auch schon in der Jury von „The Voice of Germany“ saß, frenetisch durch das knapp 90-minütige Konzert. Und der gab reichlich Lob zurück. „Ich hatte von diesem Abend viele Bilder im Kopf. Doch das war einfach unfuckingfassbar.“
Bei der ganzen Köln-Huldigung durfte ein Thema nicht untergehen, was auch den Bambi- und Echo-Gewinner Garvey beschäftigt: die angespannte Sicherheitslage. Umfangreiche Personenkontrollen sorgten vor dem Konzert für lange Schlangen und viel Unmut unter den Tanzbrunnen-Besuchern.
„Ich habe das gesehen, und das tut mir Leid“, entschuldigte sich Garvey. „Aber wir müssen aufpassen und dürfen uns den Spaß nicht nehmen lassen. Trotz aller Meldungen: Die Zukunft ist schön, wir steuern unsere Zukunft. Schützt eure Kinder.“