Köln - Das städtische Platzkonzept sorgt wieder für Wirbel. Die Einschränkungen für Veranstaltungen führen dazu, dass ein geplantes Konzert-Spektakel mit André Rieu auf dem Roncalliplatz wohl geplatzt ist.
Statt Walzerklänge vor dem Dom gibt es eine Abfuhr der Stadt. Dies wird mit einer „Interessenkollision“ begründet. An dem geplanten Konzerttermin des Rieu-Ensembles am 19. September ist bereits die Veranstaltung „Nightfever“ im Kölner Dom fest „gebucht“. Jeden dritten Samstag im Monat kommen dort Jugendliche zum Gebetsabend zusammen. Und ein Spektakel des Walzerkönigs mit Tausenden Zuschauern würde diese Veranstaltung beeinträchtigen, argumentiert die Stadt. Also: Tschö, Rieu.
Und noch eine weitere Vorgabe des Platzkonzeptes spräche gegen Rieu. Stadtdirektor Guido Kahlen: „Das sieht vor, dass zwischen zwei Veranstaltungen zwei »spielfreie« Wochenenden liegen.“ Knackpunkt: Für einen Termin eineinhalb Wochen vor Rieu hat die Stiftung Lebendige Stadt bereits ein Symposium beantragt, bei dem es auch „Dom-Spiele“ geben soll (9. und 10. September). Und es kommt noch dicker. Für den 11. beziehungsweise 12. September liegt noch ein Antrag für ein BAP-Konzert vor. Hier arbeitet Kahlen an einer Lösung. Dem Ratsausschuss schlägt er vor: „Da ab Mitte Juni die Entwässerung am Roncalliplatz neu verlegt wird und er für zweieinhalb Monate als Veranstaltungsort ausfällt, könnten ausnahmsweise Domspiele und BAP-Konzert erlaubt werden.“
Für das Rieu-Konzert, das mehrere TV-Sender aufzeichnen und in alle Welt ausstrahlen sollten, ist dies nicht vorgesehen. Der Kölner Tenor Béla Mavrák (42), als Solist ein Star im Rieu-Orchester, ist enttäuscht: „Das ist unglaublich schade. So eine gute, weltweite Werbung für die Stadt hätte es seit dem Papst-Besuch nicht gegeben.“ Zumindest das Open-Air-Konzert von BAP mit dem Sänger Wolfgang Niedecken soll genehmigt werden.
Können die Fans ihr "Odonien" retten?
Das erste Entsetzen ist vorbei, nun machen die Fans des "Odonien" mobil: Sie wollen ihre Kult-Stätte vor dem drohenden Aus retten. Am Sonntag findet eine Demo auf dem Rudolfplatz statt.
Legendärer Eifel-Blitzer bald wieder in Betrieb
Auf die Blitzer-Säule hatte es schon mehrere Anschläge gegeben - unter anderem mit Sprühschnee und einem Traktor.
Hier überfallen drei Männer ein Büdchen
Sie sind zu dritt, sie sind erbarmungslos und sie sind aufs Geld aus: Die Polizei Köln fahndet nach drei Männern, die offenbar bereits zwei Mal in zwei Wochen einen Kiosk in Deutz überfallen haben.