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Kommentar: Silvester-Mob: Die fehlenden Antworten der Kölner Polizei

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So berichtete die Kölner Polizei am Neujahrsmorgen über die Silvesternacht.

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Polizei Presseportal

Die Schande vom Kölner Hauptbahnhof – ganz Deutschland ist entsetzt über die Sex-Attacken in der Silvesternacht.

Der allgemeine Tenor: Die Übergriffe sind erschreckend, nicht hinnehmbar. Die Täter müssen schnell gefunden und hart bestraft werden. Alles soweit richtig. Auch wenn die Überführung der Grapscher im Nachhinein sehr schwierig wird.

Mehr Videoüberwachung, mehr Polizeipräsenz und -kontrollen, mehr Platzverbote, insbesondere an Karneval. Soweit die ersten Ergebnisse des Krisengipfels von OB Reker mit der Polizei.

Auch das klingt vernünftig.
Doch sind die Vorkommnisse damit aufgeklärt? Mitnichten!

Es waren in der Mehrzahl nordafrikanische, arabisch und französisch sprechende Männer, die die Frauen in der Silvesternacht sexuell nötigten. Das belegen zahlreiche glaubhafte Aussagen von Zeuginnen, die sich beim EXPRESS meldeten. Auch von der Polizei wird das bestätigt.

Nur: Woher kam der Silvester-Mob? Wie kamen die Männer zum Hauptbahnhof und in welcher Absicht? Geht es hier um organisierte Kriminalität?

Waren die brutalen Sex-Attacken Ablenkungsmanöver, um Passanten und Feiernde vor dem Hauptbahnhof gezielt zu bestehlen?

Polizei hat keine Antworten auf drängende Fragen

Die Polizei hat auf diese Fragen bislang keine Antworten. Das ist, freundlich gesagt, unverständlich.

Einmal mehr ist die Kölner Polizeiführung in akuter Erklärungsnot:

Wieso wurde auf dem Bahnhofsvorplatz nicht frühzeitig eingegriffen?

Wieso wurden keine Platzverweise erteilt, als die ersten Raketen flogen?

Eine Gruppe von mehr als 1000 Männern, die sich mit Böllern bewirft, Passanten bepöbelt und schließlich Frauen sexuell attackiert, rottet sich ja nicht wie aus dem Nichts zusammen.

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EXPRESS-Chefredakteur Carsten Fiedler

„Einsatzlage gestaltete sich entspannt“: Wie bitte?

Warum gab es in der Silvesternacht nicht deutlich mehr Festnahmen? Warum wurde die Öffentlichkeit nicht schon am Neujahrstag über die Sex-Attacken und Übergriffe am Bahnhof informiert?

Warum war in der unglaublichen Pressemeldung der Polizei am Neujahrstag von einer „entspannten Einsatzlage" die Rede?

Es sind diese Fragen, die von den zuständigen Behörden schnellstens beantwortet werden müssen!

Dabei geht es um zwei Dinge: Die Kölner Polizei muss beweisen, dass sie angesichts von „Straftaten einer völlig neuen Dimension“, von denen der Polizeipräsident spricht, handlungsfähig ist.

Und: Der Generalverdacht gegen alles Fremde, die pauschale Verurteilung von Flüchtlingen, müssen durch die erfolgreiche Polizeiarbeit ausgehebelt werden!

Die ekelhafte Hetz-Maschinerie in den sozialen Medien mit rassistischen Parolen und Kommentaren ist wieder angelaufen. Blinder Fremdenhass als Reaktion auf die Kölner Ereignisse – das ist wirklich das Letzte, was wir jetzt brauchen.