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Kommentar: Albers muss seinen Hut nehmen

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EXPRESS-Chefredakteur Carsten Fiedler.

Foto:

Matthias Heinekamp

Kommentar von Carsten Fiedler

Chaotisch, dramatisch, ein „Spießrutenlauf für Frauen“: Mehrere interne Einsatzberichte von Polizisten aus der Silvesternacht schildern, wie gefährlich die Lage am Kölner Hauptbahnhof tatsächlich gewesen ist.

Und nicht nur das: Es stellt sich heraus, dass es sehr wohl frühzeitig Zahlen über Festnahmen, Personalienfeststellungen und Strafanzeigen gegeben hat. Und ja, leider auch, dass sich ein Teil der überprüften Männer lediglich mit dem Registrierungsbeleg als Asylsuchender ausweisen konnte.

Sollte da etwas vertuscht werden?

All das hat Polizeipräsident Wolfgang Albers bislang nicht mitgeteilt. Warum nicht? Sollte da etwas vertuscht werden? Angesichts der Schwere der sexuellen Übergriffe ein unerträglicher Gedanke. Fest steht: Die Informationspolitik der Kölner Polizeispitze ist desaströs. Es fehlt nicht viel bis zur Irreführung der Öffentlichkeit. Und der Polizeipräsident? Wirkt nicht zum ersten Mal im Amt überfordert. Durch sein undurchsichtiges, zögerliches Agieren ist er selbst zum Teil des Problems geworden.

Es ist bekannt, dass Wolfgang Albers ein Freund der edlen Kopfbedeckung ist und über eine große Hut-Sammlung verfügt. Er sollte jetzt die Konsequenz aus dem Silvester-Skandal ziehen – und seinen Hut nehmen.


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