Köln - Er ist eine schillernde Figur in der Schickeria-Szene, präsentiert sich gerne als Millionär mit schnellen Autos, Designermode unddrallen Blondinen wie vor kurzem erst mit Pamela Anderson.
Doch jetzt ist Prinz Marcus Eberhard von Anhalt, Adoptivsohn von Prinz Frederick von Anhalt,nur knapp am Knast vorbeigeschrammt: Freitag stand der bereits wegen anderer Delikteunter Bewährung stehende 42-Jährige erneut vor Gericht. Vorwurf: Verstoß gegen das Betäubungsmittel-Gesetz, in seinem Fall: Kokain-Besitz.
Der Vorwurf wurde durch umfangreiche Telefon-Abhörmaßnahmen des Kölner Rauschgiftdezernats untermauert, dabei wurde auch die Dealer-Sprache für 20 Gramm Rauschgift, wie etwa "20 Dings" oder "20 Adressen" oder "20 Leuten" beleuchtet. Einer von Anhalts Mittelsmännern wurde zur Vernehmung sogar aus der JVA Ossendorf vorgeladen.
Schließlich sah es der Richter als erwiesen an, dass Prinz Marcus von Anhalt überMittelsmänner 20 Gramm Kokain zu einem Restaurant an der Dürener Straße geordert und angenommen hatte.
Deswegen wurde er wegen Besitzes von Kokain in nicht geringerMenge zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Vier Jahre lang darf sich Marcus Eberhard, so sein eigentlicher Name, nichts zu schulden kommen lassen und muss dem Gericht jeden Wohnungswechsel anzeigen.
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