Unser Kölsch ist krisenfest. Pils nicht. Alt schon gar nicht.
Während die Altbier-Brauer einen Rückgang beim Ausstoß von satten neun Prozent innerhalb eines Jahres zu schlucken haben und Pils ein Minus von 2,4 Prozent verzeichnet, verliert das Kölsch nur 0,4 Prozent. Spitzenreiter!
Das geht aus einem neuen, internen Bericht des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Brauereien hervor, der die Jahresentwicklung seiner Mitgliedsbrauereien untersuchte.
Jahrelang lieferten sich die Biersorten Kölsch und Alt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vorbei. Das Obergärige aus Düsseldorf hat in den vergangenen Jahren herbe Rückschläge beim Ausstoß zu verzeichnen. Der Anteil in NRW beträgt nur noch 8,37 Prozent. Das Helle aus Kölle behauptet sich und steigerte seinen Anteil auf 16,38 Prozent.
Branchenkenner machen dafür die Kölsch-Konvention verantwortlich. So könne sich Kölsch als lokale Spezialität in der Region besser behaupten. Etwa gegen Branchen-Riesen und Billig-Brauer aus ganz Deutschland, die den heimischen Markt erobern wollen. Das Kölsch-Gesetz schottet ab und erhält so die Brauerei-Vielfalt. Und die Kölner bleiben „ihrem“ Bier treu.
Anders in Düsseldorf. Dort schwächeln besonders die Großbrauereien in ihrer nationalen Ausrichtung. Das ist messbar. In Litern.
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