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Kölner Silvesternacht: So tanzt ein Sex-Täter der Justiz auf der Nase herum

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Die Bilder des  Silvester-Mobs zwischen Kölner Dom und Hauptbahnhof gingen um die Welt.

Foto:

dpa

Köln -

Dieser Fall spricht für sich, über den „Spiegel TV“ am Sonntagabend berichtete.

Ein Opfer der Kölner Silvesternacht hat per Foto eindeutig ihren Sex-Peiniger erkannt. Doch bevor es zur Festnahme kommt, ist der Marokkaner Mehdi El-B. längst über alle Berge!

Noch vor kurzem saß der 19-Jährige im Kölner Amtsgericht, weil er und ein Komplize Anfang Januar ein Handy gestohlen hatten. Das Duo bettelte „Wir bitten um Vergebung“ und gelobte Besserung.

Ihre Woche Straf-Arrest wurde mit der U-Haft verrechnet, so dass sie sofort wieder freikamen.

Mehdi El-B.s Besserung sah so aus: Knapp zwei Wochen nach der Verhandlung wurde er beim Klauen in einem Aachener Kaufhaus erwischt, wenige Tage danach in einem anderen Laden. Ein anderes Opfer erkannte den Marokkaner außerdem als Trickdieb, der ihn bestohlen hatte.

Als nun eine Studentin Mehdi El.-B. auf einem Foto eindeutig als Sex-Täter der Kölner Silvesternacht erkannt hatte, gab es einen Haftbefehl. In seiner Asylunterkunft nahe Aachen hatte der Marokkaner wegen Gewalt und Drogenkonsums aber seit Wochen Hausverbot.

Fünf Kilometer in der Nähe wohnte er daher in einer Unterkunft unter dem Namen Yassine L. Doch dort ist er über alle Berge. Angebliches Ziel: Italien.

Vor Gericht sagte der 19-Jährige, in der Silvesternacht sei er in Kleve gewesen. Den „Spiegel“-Reportern erzählte er vor der Verhandlung noch, er sei damals in Dortmund gewesen.

Auch dies könnte ein Fall sein für den Untersuchungsausschuss, der am Montag im Landtag offiziell seine Arbeit aufnimmt.