Opernintendant Uwe Eric Laufenberg ist seit Montag auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Mit der Krankmeldung ließ er Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) und Kulturdezernent Georg Quander einen Brief zustellen, in dem er seinen Rücktritt androht.
Nach EXPRESS-Informationen schreibt der Opernchef, dass „die Grenze meiner Belastbarkeit überschritten“ sei.
Er hat die Kölner Oper nach Jahren des Schattendaseins zu neuem Glanz und weltweiter Anerkennung geführt. Doch im Hintergrund schwelt seit Jahren ein Konflikt: Die Stadt hatte Laufenberg vertraglich zugesagt, das Budget der Bühnen anzuheben. Doch mit seinen Bemühungen um eine Vertragsanpassung laufe er seit zwei Jahren ins Leere, heißt es in dem Brief.
Deshalb habe er seinen Rechtsanwalt beauftragt, die Verhandlungen für die Vertragsanpassung zu führen. Sollte die Stadt diese ablehnen, werde der Anwalt Verhandlungen über eine Vertragsauflösung für 2013 führen.
Für den Fall, dass die Stadt seinen Opern-Spielplan für die nächste Spielzeit (2012/13) in wesentlichen Punkten streichen sollte, droht Laufenberg nach EXPRESS-Informationen mit sofortiger Beendigung seines Vertrages.
Denn zuletzt hatte Laufenberg wegen der nach wie vor ungeklärten Finanzlage ein großes Opernprojekt kurzfristig absagen müssen. Der Opernintendant war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, sein Handy ist abgeschaltet.
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