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Kölner HBF: Wer sind die Täter? Droht ihnen die Abschiebung?

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Das Chaos am Hauptbahnhof in der Silvesternacht.

Die Horror-Tat in der Silvester-Nacht: Unzählige, unfassbar brutale Sex-Attacken, reihenweise Diebstähle, Prügeleien an vielen Ecken, wildes Böllern und Raketenfeuer.

Von einem etwa „1000 Männer“ umfassenden Mob ist die Rede.

Sollten die Täter gefasst werden, droht ihnen dann die Abschiebung?

Sollten unter den Tätern auch Flüchtlinge bzw. Asylbewerber sein,  so droht ihnen nicht die Abschiebung in ihr Heimatland.

Die Bundesrepublik schiebt politisch oder religiös verfolgte Menschen nur dann ab, wenn sie schwerste Straftaten  wie Mord oder Totschlag begangen haben.

Köln: Silvesternacht: Video zeigt Chaos-Szenen am Hbf
Heftige Bilder aus der Silvesternacht am Kölner Bahnhofsvorplatz.

Sexuelle Nötigung oder Trickdiebstahl reicht hier nicht aus.

Ausländer mit Duldungsstatus

Anders sieht es bei Ausländern mit Duldungsstatus aus. Regelmäßig abgeschoben werden Ausländer, die zu einem  Jahr Haft verurteilt werden.

„Auch hier ist immer die Verhältnismäßigkeit zu wahren“, sagt Raphael Murmann-Suchan, Sprecher des Verwaltungsgerichts Köln.

Klar ist: Wer nur nach Deutschland kommt, um Straftaten zu begehen, dem droht die Abschiebung sehr schnell.

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Wer sind die Täter?

Gegen 21 Uhr in der Silvesternacht waren es laut Polizeipräsident Wolfgang Albers zunächst etwa 400 bis 500 Männer, die auf dem Bahnhofsvorplatz unkontrolliert Böller in die Menge feuerten.

Bis Mitternacht sei der Mob dann auf rund 1000 Personen angewachsen. „Gegen 23.30 Uhr entschieden wir uns deshalb, den Bereich zu räumen.“

Die sexuellen Übergriffe, Diebstähle und Raubtaten seien dann aus dieser Gruppe heraus begangen worden.

Unfassbar: Die Beamten haben noch keine konkreten Täter-Hinweise, wissen nicht einmal, wo die Täter herkamen. Auf den Videos sind Männer nordafrikanischen Aussehens zu sehen. Sie sollen französisch und arabisch gesprochen haben.

Ein Ermittler sagte zum EXPRESS: „Die Täter waren im Schnitt Mitte zwanzig und kamen offenbar aus Marokko, Algerien und Tunesien. Wie sie nach Köln gekommen sind, wissen wir nicht.“

Stammen die Täter aus der Antänzer- oder Drogen-Szene in der Altstadt?

Der Gedanke drängt sich zunächst auf. Doch obwohl die Identität der Täter unbekannt ist, gehen die Beamten nicht davon aus, dass sie aus Köln stammen. Vermutlich sind sie zum Silvesterfeiern angereist.

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