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Köln: Weitere Opfer und Zeugen berichten über den Horror am Hauptbahnhof

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Katja L. und ihr Begleiter Samstagabend vor dem Polizeirevier an der Stolkgasse, wo sie Anzeige erstattete.

Foto:

Dirk Borm

Köln -

Die massiven sexuellen Übergriffe am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht.

Inzwischen haben sich weitere Zeugen und Opfer gemeldet.

„Sie böllerten einfach in die Menge“

Gegenüber EXPRESS erklärte Susi B. (50), Angestellte aus Bergisch Gladbach: „Das waren Tausende Männer. Sie böllerten einfach in die Menge, und als meine Freundin und ich uns in Sicherheit bringen wollten, versperrten sie uns den Weg. Wir hatten solche Angst! Und sind dann vom Bahnhofsvorplatz geflüchtet.“

„Auf den 200 Metern wurde ich rund 100 mal angefasst“

Eine weitere Frau, die auf dem Weg zum Wartesaal war und dort wie mindestens 30 weitere Frauen Opfer sexueller Übergriffe – mehrfach in Verbindung mit Diebstahl – wurde, schildert: „Auf den 200 Metern wurde ich rund 100 mal angefasst. Wir schrien und schlugen um uns“, so die 28-Jährige Katja L.

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Das Chaos am Hauptbahnhof in der Silvesternacht.

Auf Facebook posteten weitere Opfer und Zeugen ihre dramatischen Erlebnisse.

„Angst um mein Leben“

Steffi H.: „Meine Freundin, mein Mann und ich sind ca. gegen 2 Uhr in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof ausgestiegen und ich hatte das erste Mal in meinem Leben Angst. Sie waren überall. Wir kamen oben vom Bahnsteig überhaupt nicht runter so viele waren es und überall Hände an mir und meiner Freundin.“

„Sachen geradezu umklammert“

Giulia schreibt: „Ich hab meine Sachen geradezu umklammert. Die haben einen wirklich, obwohl man mit mehreren Leuten unterwegs war, angefasst und dass nicht nur zum Beklauen.“

„Hasardierenden Banden“

Auch Ingo K. war Zeuge der Szenerie und erklärt gegenüber EXPRESS: „An Silvester habe ich im Bereich Dom die Security für ein dort ansässiges Gastrounternehmen gemacht. Was an diesem Abend dort passiert ist, sprengt den Rahmen an Menschlichkeit.“

Bis zum Neujahrsmorgen sei der Bereich Domplatte/Bahnhofsvorplatz von „hasardierenden Banden“ dominiert gewesen. Meist hätten sie sich in französischer Sprache unterhalten.

Es habe mehrere Schlägereien gegeben. Dabei seien die am Boden liegenden Opfer mit massiven Fußtritten – auch gegen den Kopf – malträtiert worden. Zudem hätten einige junge Männer Feuerwerkskörper in die Masse geworfen.

„Die Hemmschwelle dieser Leute war extrem gering“, sagt K.