Schrill, extravagant, bunt oder ganz düster: Rund 36.000 Besucher kamen in irren Kostümen zum Mittelalter-Fest und zum Amphi-Festival nach Köln.
Verkleidete Personen verteilt in der ganzen City, wartend an den KVB-Haltestellen oder in der Schlange beim Bäcker. Haben Sie sich am Wochenende auch über die vielen Gestalten gewundert?
Keine Sorge. Die sahen zwar teilweise etwas düster aus, hatten bei ihrem Aufenthalt in der Stadt im Grunde nur ein Ziel: Spaß haben! Am Fühlinger See fand das Mittelalterliche Phantasie Spectaculum (MPS), das größte reisende Mittelalter-Kultur-Festival der Welt, statt.
Dort tanzten 20.000 Anhänger zu Dudelsack-Musik, fieberten beim Ritterturnier mit oder nahmen am Pestumzug teil. Mit im historischen Getümmel: „Dunkelelf“ Torsten (30). Die Verkleidung (spitze Ohren, schwarze Haut, weiße Perücke, dunkle Klamotten) trug er Samstag beim MPS, passte damit aber genauso gut zum Amphi Festival am Tanzbrunnen.
Da ging es für ihn am Sonntag hin. „Das habe ich meiner Frau versprochen“, so der Soldat aus Bonn. Um die 16.000 Gruftis machten die Location zu einem „schwarzen Meer“. Neben vielen Auftritten bekannter Gothic-Bands gab es dank ausgefallener Outfits etwas fürs Auge.
„Es ist einfach unglaublich, wie das Festival gewachsen ist“, so Frontman Ronan, der mit seiner Band VNV Nation beim Amphi Festival auftrat. Begeistert ist auch Edwin Ball vom MPS: „ Das Mittelalter ist in Köln angekommen!“
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