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Köln kriminell wie nie: Schock-Zahlen in der Kriminalstatistik 2013

Kölner Polizisten auf der Jagd nach Taschendieben.

Kölner Polizisten auf der Jagd nach Taschendieben.

Foto:

Klaus Michels

Köln -

Draußen schien die Sonne am wolkenlosen Himmel, doch drinnen herrschte gedrückte Stimmung, als Polizeipräsident Wolfgang Albers die Kriminalstatistik 2013 präsentierte. Denn noch nie war Köln so kriminell.

Es wurden 153.744 Straftaten angezeigt – eine Zunahme von 5.342 Fällen. Ein trauriger Rekord! Vor allem die Straßenkriminalität stieg auf 44.598 Fälle an (2012: 43.343).

Zum größten Problem hat sich der Taschendiebstahl entwickelt. Neben den längst bekannten reisenden Tätern aus Südosteuropa haben sich Nordafrikaner gesellt. Die meist jungen Männer aus Marokko, Tunesien und Algerien sind für den „Antanztrick“ bekannt.

5000 Fälle zählte die Polizei, in denen diese Tätergruppe Passanten auf den Ringen oder der Altstadt um Geldbörsen oder Handys erleichterten. Aber, so der Leitende Kriminaldirektor Norbert Wagner: „Diese Täter wenden zur Not Gewalt an, daher stiegen auch die Raubdelikte.“

Ein Zivil-Fahnder zum EXPRESS: „Morgens knacken sie Autos in der City auf, mittags verkaufen sie Cannabis am Rheinufer, und abends werden die Partygänger abgezogen.“

Das Handy wird immer öfter zum Beuteziel der Ganoven. 10.340 Smartphones wurden gestohlen. Denn, so der Polizeipräsident: „Sie sind inzwischen mehr wert, als die Opfer in der Geldbörse bei sich tragen.“

Auch die Einbrecher-Banden ist Köln trotz Großkontrollen nicht losgeworden. 505mal wurde eingebrochen. In 10 Fällen von Mord und 25 Fällen des Totschlags ermittelte die Polizei. Rüdiger Thust, Kölner Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter: „Kriminalität wird nur noch verwaltet, wir brauchen dringend mehr gut ausgebildete Kripo-Beamte.“