Welches ist die schönste kölsche Hymne? In der großen EXPRESS-Aktion zur Wahl hatten wir Ihnen zehn Lieder von „Viva Colonia“ bis „Ne Besuch em Zoo“ zur Wahl vorgegeben – und uns dabei selber ein Bein gestellt.
Denn Willi Ostermanns Hymne haben wir gleich zweimal in der Auswahl gehabt: Einmal als „Heimweh noh Kölle“ und einmal als „Ich möch zo Foß noh Kölle jonn“. Da bei der Abstimmung aber immer nur ein Kreuzchen gemacht werden konnte, haben wir also die Ergebnisse zusammengezählt und kamen auf 21% der Stimmen für Ostermann. Der sich damit den ersten Platz mit „Viva Colonia“ von den Höhnern (20%) teilt.
Wobei der Höhner-Hit bei den Frauen mit 23% der Stimmen sogar noch beliebter ist als bei den Männern (18 %)!
Das beliebteste Kölner Lied? Darüber kann man nicht einfach nur schreiben, das muss man singen (lassen)! Haben wir getan: Am Kölner Rheinufer baten wir Passanten, für uns ihr kölsches Lieblingslied zu schmettern. Sing doch ene met – das war unsere Bitte. Und wie Sie gesungen haben!
Peter Havertz (61) aus Linnich griff sich das EXPRESS-Mikrofon und machte Tommy Engel Konkurrenz, als er den Bläck-Fööss-Klassiker „Mer losse d’r Dom en Kölle“ anstimmte. „Ich höre die Fööss nun mal gerne“, erklärte er. „Ich singe auch immer mit, wenn ein kölsches Lied im Fernsehen kommt!“
Die Frage nach der schönsten kölschen Hymne, die stellte sich Volker Hein (42) gar nicht: „Heimweh noh Kölle“! Klar: Dem Leben und den Liedern von Willi Ostermann widmete der Schauspieler sogar eine eigene Revue: Die „Willy Ostermann Story“ (am 20. August auf der MS Jan von Werth).
„Viva Colonia“ – das war nicht nur in unserer Abstimmung, sondern auch bei unseren Sängern am Rhein der Hit: „Da simmer dabei...“ – Textsicherheit war für die Azubis Susanne Otto (21) und Viola Slippens (21), genau wie für Petra Kettel (50) und ihre Familie aus Langenfeld Ehrensache. Sogar der schwedische Ingenieur Jonas Grundestam (30) konnte den Refrain schon singen – und das nach nur einem Wochenende in Köln!
Wobei gerade der Höhner-Hit ja längst die Welt erobert: Als das Goethe-Institut in diesem Jahr nach dem schönsten deutschen Musikstück fragte, antwortete ein Ungar mit „Viva Colonia“...
Et schööönste kölsche Lied | |
| 1. Viva Colonia | 20 % |
| 2. Mer stonn zo dir, FC | 16 % |
| 3. Ich möch zo Foß... | 15 % |
| 4. En unserem Veedel | 14 % |
| 5. Do bes Kölle | 13 % |
| 6. Mer losse... | 6 % |
| 7. Heimweh noh Kölle | 6 % |
| 8. Ich bin ene kölsche... | 6 % |
| 9. Drink doch ene... | 3 % |
| 10. Ne Besuch im Zoo | 0,4 % |
Zwei Lieder an der Spitze unserer Wahl, die unterschiedlicher nicht sein können. Für Reinold Louis, Kenner des kölschen Brauchtums, nur auf den ersten Blick überraschend: „Das ist hoch interessant!
Denn diese beiden Lieder sind zwei Extreme, die trotzdem das Gleiche ausdrücken: die Sehnsucht und Liebe des Kölners zu seiner Stadt, eben die ganze Bandbreite der Gefühle.“ Willi Ostermanns „Heimweh noh Kölle“ sei, so Louis, eine Identifikation mit der Stadt: „Ein eher sentimentales Lied, wenn man in der Ferne ist.“ Die Höhner-Hymne „Viva Colonia“ drücke dagegen Freude und Hochstimmung aus.
„Das Interessante“, so Louis, „beide Lieder haben weit über Köln hinaus Furore gemacht! »Viva Colonia« gehört zum Beispiel zum Repertoire im Bayern-Stadion. »Heimweh« wurde in Schützengräben gesungen, selbst von Leuten, die gar nicht aus Köln kamen! Beide Lieder sagen viel aus über die Gefühle der Kölner – das geht nämlich von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.“ Schöner als mit diesem Wahlergebnis, findet Louis, „kann man die kölsche Seele gar nicht beschreiben!“
„Köln wählt“, die große Umfrage-Aktion des EXPRESS geht weiter. Noch sind drei Fragen offen – Sie können also weiterhin abstimmen.
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Die Abstimmung ist anonym und dauert maximal 5 Minuten.
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