Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Köln: Einsatzbericht beweist: Herkunft von Verdächtigen wurde vertuscht

01K 24_71-94049165_ori

Präsident Albers verschwieg, dass seinen Beamten sehr klar war, wer da nachts auf dem Bahnhofsvorplatz mit Böllern um sich warf und Frauen sexuell belästigte.

Foto:

Matthias Heinekamp

Köln -

Immer mehr dramatische Details der Silvesternacht kommen ans Licht. EXPRESS liegt jetzt der Bericht der Einsatzhundertschaft vor.

Während Polizeipräsident Wolfgang Albers (60, SPD) der Öffentlichkeit verschwieg, dass ein Teil der überprüften Verdächtigen Asylbewerber sind, hielt das der Einsatzleiter der Einsatzhundertschaft am 2. Januar in seinem Lagebericht fest: „Gegen 22.48 Uhr konnten im Bereich Roncalliplatz/Domplatte/Bahnhofsvorplatz mehrere tausend Personen (genaue Verifizierung nicht möglich) mit Migrationshintergrund (vermutlich mit Flüchtlingsbezug) festgestellt werden.“

01K 24_71-94050280_ori

Ein Auszug aus dem Einsatzprotokoll der Polizei vom 2. Januar.

„Ausweispapiere lagen nicht vor“

Der Einsatzleiter weiter: „Der überwiegende Teil der überprüften Personen hatte sich lediglich mit dem Registrierungsbeleg als Asylsuchender des BAMF ausgewiesen. Ausweispapiere lagen nicht vor.“

In dem Bericht werden auch konkrete Zahlen aus der Nacht genannt: 71 Personalienfeststellungen, zehn Platzverweise, elf Ingewahrsamnahmen, vier Festnahmen und 32 Strafanzeigen. Albers behielt diese Zahlen bislang für sich. Warum nur?

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker ließ Albers offensichtlich im Unklaren. Denn Reker betonte bei einer Pressekonferenz im Beisein von Albers: „Es ist unzulässig, über eine Herkunft zu sprechen. Es gibt keinen Hinweis, dass es sich um Menschen handelt, die bei uns als Flüchtlinge untergekommen sind.“ Albers schwieg dazu.

Auf der nächsten Seite: Dienstgruppenleiter verschweigt Herkunft der Männer

nächste Seite Seite 1 von 2